Weekend Heroes

3. Lamashan 4711, Sandspitze, Varisia
(Spielrunde vom 23.05.2015)
(Es fehlen: Katharina & Gerald)

Nach dem kurzen Kampf mit den Ghoulen folgen wir wieder Jasha. Wir passieren ein paar Verweigungen, aber Jashas Spuren sind leicht zu folgen. Ich bewege mich dabei soweit vor den anderen, daß das Licht, das sie benötigen, so weit hinter mir ist, daß es mich nicht verraten kann. Schließlich mündet der Gang in eine große Höhle, in der am Fuße einer beachtlichen Klippe unruhig das Meer anbrandet. Es gibt einen Weg, der langsam die Klippe ein Stück hinabführt und dabei auf die andere Seite der Höhle führt, und dort vor einer Tür endet. Vor der Tür stehen vier Ghoule, die Jasha völlig ignorieren, während sie versucht, die Tür aufzubrechen. Ich kehre kurz um, um die anderen vorzuwarnen; währenddessen gelingt Jasha der Durchbruch, und wir hören ein lautes, angsterfülltes Kreischen und ein krächzends “Zu mir!”. Die Ghoule eilen durch die Tür, und von drinnen hört man Kampflärm. Wir folgen, mit etwas Vorsicht, dem Pfad zur Tür. Dahinter liegt ein kurzer Gang, von dessen Ende die Kampfgeräusche zu uns dringen; Schimmel- und Verwesungsgestank liegt in der Luft.

Drei Ghoule liegen zerfetzt und leblos am Boden, daneben Jashas kopflose Leiche zu Füßen einer Gestalt, die vage wie ein halb verrotteter Aldern aussieht, der in einen Ghoul verwandelt wurde. In der Hand hält er ein Schlachterbeil, mit dem er offensichtlich gerade erst Jashe getötet hat; seine Brust ist von Jashas Klauen aufgerissen. Der vierte Ghoul ist ebenfalls schwerverletzt. Als Aldern Thorik erblickt, ruft er “Ha, Du lebst! Sehr gut! Dann hole ich mir meine Belohnung und esse Dein warmes Herz!” und sprngt auf ihn zu. Nach einem kurzen Kampf töten wir Aldern und den letzen Ghoul; allerdings wäre es Aldern beinahe gelungen, Thorik zu töten.

In einer Ecke der Höhle findet sich ein riesiger Pilz, der eine vage humanoide Form hat und mit tumorartigen Auswüchsen übersäht ist. Eine untersuchung ergibt aber, daß es offensichtlich nur ein Pilz ist und keine überwucherte Person. Wir finden bei dem Pilz eine Mithril-Röhre und im Raum eine kaputte Holzkiste, die anscheinend ein zerstörtes “Seelengefäß” ist, wie auf den Glasfenstern des Hauses, in die irgendwelche Monster hineingesogen wurden. Es gibt ein Bild, das ursprünglich Jasha in ihrer menschlichen Form zeigt, das aber von Aldern mit Blut und verrottendem Fleisch so verändert wurde, daß es jetzt wohl Thorik darstellen soll, sowie verschiedene Skizzen, die alle Thorik zeigen, wie er auf grausame Arten stirbt. Aldern trägt außerdem eine Brosche mit Thoriks Bild darin. Sein Schlachtermesser ist eine magische Waffe, und er trägt einen Ring der Sprungkraft und eine Art Helm, der aussieht, als wäre er aus Menschenhaut gemacht, der sich als “Maske des Jägers” herausstellt. Außerdem finden wir noch einige kleinere Gegenstände, die Thorik gehören, u.a. ein Messer und einen Bartkamm. Aldern muß also im Haus gewesen sein. Ich kann förmlich sehen, wie sie alle ein Schauer überläuft. Schließlich finden wir noch einen Brief ohne Absender, der an Alderns Haus in Magnimar adressiert war, und der ein wenig über die Morde erklärt, sowie einen Schlüsselring mit zwei Schlüsseln: einer aus Eisen, mit einem runden Opal besetzt, einer aus Bronze mit einem ungewöhnlich langen Schaft und drei Blättern, der am Kopf mit einem brüllenden Löwen verziert ist.
Sihedron-Ritual? Was beim feurigen Atem eines Balors soll das machen? Was auch immer es ist, ich bin ziemlich sicher, daß ich es ncht erleben will! Da die Sihedron-Rune sieben Ecken hat, und es bei den Thassiloniern ja auch um die sieben Tugenden und die sieben Todsünden ging, wird es wohl sieben Opfer brauchen. Wir wissen bisher von sechs Opfern, nämlich die drei Trickbetrüger, der Sägewerksverwalter, Bauer Hambley und Titus Scanetti. Es scheint also, daß das Ritual bisher nicht vollständig ist.

Wir erforschen noch den Rest des Höhlensystems, der aber nicht mehr sehr groß ist. Dabei stoßen wir noch auf eine Höhle, in der eine untote Riesenfledermaus haust, von der wir die Welt auch erlösen. Hier finden wir nach ein paar Leichen, und bei einer davon noch einen Perlenring, ein Langschwert aus einem goldenen Metall und einen magischen “Verkleidungshut”.

Wir finden außerdem einen Gang, der im Schacht des Brunnens mündet, der im Hof des Gutshauses steht, und klettern hier hinaus. Inzwischen ist es Abend geworden. Wir holen unsere Pferde und machen uns auf den Heimweg. Dabei werden wir von einem Teil der Krähen, die immer noch überall auf der Ruine des Gesindehauses sitzen, und die sich jetzt auch als halbverweste untote Vögel herausstellen, angegriffen. Nahimana verbrennt einige, aber insgesamt suchen wir unser Heil in der Flucht und sind die Krähen auch bald los. Erschöpft kommen wir schließlich spät in der Nacht in Sandspitze an.

4. Lamashan 4711, Sandspitze, Varisia

Am nächsten Tag gehen die anderen erstmal am Strand den Schmutz und Gestank des Ghoul-Anwesens abwaschen, während ich dasselbe im Gasthaus tue. Adzorn berichtet dem Vogt, was auf dem Fingerhut-Anwesen geschehen ist. Die anderen verkaufen ein paar Dinge, u.a. Alderns Schlachtermesser und eine Rüstung für 1.400 Goldmünzen; Thorik holt ein paar Sachen ab, die er beim Schmied bestellt hat, der außerdem das goldene Metall das Schwertes als Admantit identifiziert.

Wir planen, nach Magnimar zu reisen, um zu versuchen, in Alderns dortigem Domizil eine Spur zu den “Sieben” aus dem Brief zu finden. Der Vogt bittet uns, dabei ein paar Dinge für einige Leute in Magnimar mitzunehmen.

Folgende Fragen haben sich ergeben:

  • Was ist aus dem Seelengefäß herausgekommen?
  • Müssen die 7 das Ritual neu beginnen? Oder reicht es, einfach noch eine weitere Leiche zu produzieren? Und reichen die Morde, um das Ritual zu beenden, oder werden die Leichen irgendwie gebraucht? Wohl eher ersteres.
  • Wer sind die “Brüder”, die in dem Brief erwähnt werden? Wer ist Xanescha? Wer sind “die Sieben”?
  • Was passiert, wenn das Sihedron-Ritual beendet wird?

Auf ein paar bestehende Fragen haben wir jetzt aber eine Antwort:

  • Was für eine Verbindung haben die jetzigen Opfer miteinander?
    A: Sie sind anscheinend alle wegen der “Gier in ihren Herzen” ausgewählt worden (laut dem Brief).
  • Was haben die Ghoule mit der Sihedron-Rune zu tun? Warum haben die Hauptopfer immer die Rune in die Brust geritzt?
    A: Die Rune in der Brust ist offensichtlich Teil des Sihedron-Rituals.
    Was genau die Ghoule damit zu tun haben, ist aber immer noch nicht klar? Sind sie lediglich ein Werkzeug, das einfach nur aus irgendeinem Grund günstig für die Hinterwesen dieser Geschichte ist? Oder gibt es eine bedeutsamere Verbindung?

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GoblinBasar

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