Weekend Heroes

Ein Serienmörder treibt sein Unwesen

30. Rova 4711, Sandspitze, Varisia
(Spielrunde vom 20.12.2014)

Nachdem wir gestern von der Ausradierung der Goblins zurückgekommen sind, war heute ein Tag, an dem nicht viel passiert ist. Nahimana, Lem und Cassarick gehen mit der Cassaricks “Dämonenklaue” zur “Gefiederten Schlange”, einem Laden für magische Dinge, in der Hoffnung, daß der Eigentümer Vorvaschali Vuun uns irgendetwas darüber verraten kann, daß er vielleicht irgendeinen Hinweis auf Cassaricks Vergangenheit liefern kann. Er ist ganz aufgeregt, als er die Klaue sieht, u.a. weil sie, obwohl sie vor mehreren Tagen vom Körper abgetrennt wurde, kein bißchen verwest ist. Außerdem wirkt er ein wenig beunruhigt, daß wir sowas in der Nähe von Sandspitze finden. Aber er willigt ein, zu versuchen, etwas herauszufinden; wir müssen nur die Klaue dalassen.

Nahimana hat die Idee, daß wir versuchen sollten, ein paar brauchbare Zeichnungen von der Klaue anzufertigen; dann müßten wir nicht immer das Original vorzeigen. Warum ist vorher keiner auf diese Idee gekommen? Nahimana schlägt außerdem vor, daß wir eine solche Zeichnung zu einer befreundeten Professorin schicken könnten, und daß wir nach Magnimar fahren könnten, um dort (in der Bibliothek? in der Universität? bei Gelehrten?) nach weiteren Hinweisen suchen könnten. Eine kurze Nachfrage am Hafen ergibt, daß wahrscheinlich morgen ein Schiff kommen müßte, das bald nach Magnimar weiterfahren wird, und das wohl auch Passagiere mitnehmen würde.

1. Lamashan 4711, Sandspitze, Varisia

In der Nacht wachen wir auf, weil auf den Straßen größere Aufregung herrscht. Anscheinend brennt es irgendwo in der Stadt, und vom “Rostigen Drachen” aus kann man auch Feuerschein sehen, der aus Richtung der “Gefiederten Schlange” kommt. Cassarick eilt sofort hin; Thorik, Lem und Nahimana kommen auch, brauchen aber etwas länger, weil sie weiter weg wohnen. Der Verdacht bestätigt sich, der Dachstuhl der “Gefiederten Schlange” steht in Flammen. Eine Eimerlöschkette ist bereits eingerichtet; die Einheimischen haben verständlicherweise Angst, daß das Feuer auf benachbarte Häuser übergreifen kann. Cassarick sorgt sich um die Klaue und eilt durch die offene Tür und an der Löschkette vorbei in den ersten Stock. Eine Tür steht, von den Helfern, die auf dem Dachboden löschen wollen, unbeachtet einen Spalt breit offen, und dahinter ist schwacher Flammenschein zu sehen. Cassarick stößt die Tür auf; es ist ein Studierzimmer. In einem hohen Sessel sitzt eine reglose Gestalt, wohl der Eigentümer. Auf dem Schreibtisch hocken zwei kleine geflügelte Viecher, Quasite, die versuchen, die Klaue aufzunehmen und damit zu entkommen. Nahimana, die Cassarick ins Haus und nach oben gefolgt ist, kommt auch ins Zimmer, überblickt die Lage, und eilt ans offene Fenster und schließt es. Thorik und Lem helfen unterdessen draußen bei den Löscharbeiten, indem sie mit ihrer Magie Unmengen von Wasser direkt über dem Feuer beschwören. Drinnen liefern sich Cassarick und Nahimana einen kurzen Kampf mit den Quasiten. Dabei werden die Löschhelfer auf das Geschehen aufmerksam und fliehen unter “Dämonen! Dämonen!”-Schreien aus dem Gebäude. Lem bemerkt die Aufregung der Helfer und eilt jetzt auch ins Haus. Er kommt gerade rechtzeitig, um zu hören, wie Cassarick auf Gemeinsprache und abyssisch “Was soll das, was wollt Ihr mit dem Arm, wo kommt Ihr her?” fragt und der sichtlich überraschte Quasit auf abyssisch antwortete “Das ist unser Arm!” (was außer Cassarick niemand versteht). Der Kampf mit den Quasiten ist danach schnell vorbei und die Viecher getötet.

Der Eigentümer ist nur ohnmächtig, und nachdem wir ihn aufwecken und ein wenig heilen, ist er als erstes um sein Hab und Gut besorgt, daß vom Feuer und von Lems und Thoriks Wasser bedroht ist. Lem und Thorik müssen ihn fast mit Gewalt nach draußen bringen, weil sie Angst haben, daß das Haus evtl. instabil sein könnte. Draußen ist er ziemlich aufgebracht, worin wir ihn denn da verwickelt hätten? Wir sollen gefälligst die Klaue mitnehmen und nicht wiederkommen. Er besteht außerdem darauf, daß er keine Beschwörungen gemacht hat, und keine Erklärung hat, wo die Quasite hergekommen sein können. Und er verrät uns noch, was er bisher herausgefunden hat, wohl damit wir nicht wiederkommen. Die Klaue gehört wahrscheinlich zu einem Glabrezu. Danach kehren wir nach Hause zurück, um noch ein wenig zu schlafen; Cassarick nimmt die Klaue mit.

Am Morgen sucht Lem Cassarick beim Frühstück im “Rostigen Drachen” auf, und begrüßt ihn auf infernalisch, und Cassarick antwortet ohne nachzudenken ebenso, was Lem innerlich etwas besorgt werden läßt.

Dann besuchen wir nochmal kurz die “Gefiederte Schlange” in der Hoffnung, vielleicht Hinweise zu finden, wo die Quasite ins Haus kamen, und ob sie mit dem Feuer zu tun haben. Immerhin scheint es ein wenig unlogisch, daß sie das Haus anzünden und damit riskieren, die Klaue, die sie holen wollten, zu zerstören, bevor sie sie haben. Der Besuch ist aber nicht sehr ergiebig, und der Eigentümer ist froh, uns wieder los zu sein.

Anschließend gehen Lem und Cassarick in den “Neugierigen Goblin”, die örtliche Bibliothek, um zu versuchen, etwas über Glabrezu herauszufinden. Lem kennt den Eigentümer, Chask Haladan, und der bedauert, daß er nur wenig über Dämonologie hat, gibt uns aber zwei Bücher, die wenigstens ein paar Informationen haben. Danach sind Glabrezu höhere Dämonen aus dem Abyss. Die sind riesig, bis 5,5m groß, tausende Pfund schwer, sehr intelligent und sehr hinterhältig. Beschwört man einen, müsse man sich vor der Erfüllung seiner Wünsche sehr in acht nehmen, weil der Glabrezu alles tun wird, um die Erfüllung ins Gegenteil zu verkehren. Was zum Teufel habe ich (Cassarick) mit so einem Dämon zu tun?

Danach werden wir zum Vogt bestellt, der uns bittet, einen Serienmörder zu finden. Details folgen…

Update:
In einem Sägewerk in der Stadt, das den Scanettis gehört, sind zwei Leichen gefunden worden, die von Bani Horcher, einem der Verwalter und seiner Geliebten, Katrin Vinder. Außerdem wurden bereits vor ein paar Tagen in einer Scheune südlich von Sandspitze drei Leichen gefunden; dort von drei Trickbetrügern; der Leibwächter, ein Mann namens Crest Sevilla, hat überlebt, scheint aber wahnsinnig geworden zu sein und ist jetzt in einem Sanatorium.
Das Beunruhigende dabei ist, daß an beiden Tatorten ein Zettel gefunden wurde, die vom Täter zu stammen scheinen, und einer dieser Zettel ist an Thorik gerichtet. Der Zettel bei den Betrügern scheint enie Notiz zu sein, die die drei in die Scheune zu einem Treffen bestellt hat, von dem sie sich einen großen Coup erhofften. Der Zettel im Sägewerk ist an Thorik gerichtet und lautet:
“Du befiehlst, ich gehorche, Meister! Deine Hoheit”
“Deine Hoheit” ist auch die Unterschrift unter dem ersten Zettel. Allen Opfern ist gemein, daß ihnen ein siebenzackiger Stern in die Brust geritzt wurde.

Der Vogt erklärt, daß diese Morde an einen Serienmörder erinnern, der vor fünf Jahren sein Unwesen in Sandspitze trieb, den sog. “Hackebeilmörder”. Ein Mann namens Jervis Stoot habe 25 Morder verübt. Sein Versteck sei auf der alten Gezeiteninsel nördlich des Leuchtturms gewesen. In einem großen Endkampt sei der letzte Vogt, der Vorgänger des jetzigen, von Stoot getötet worden, habe diesen aber noch schwer verletzen können. Stoot sei dann geflohen und kurz danach in seinem Versteck tot vor einem scheußlichen Dämonenalter gefunden worden, wo er sich selbst Augen und Zunge als letztes Opfer herausgerissen habe.

Wir sehen uns das Sägewerk an, wo es offensichtlich einen größeren Kampf gegeben hat. Katrins Leiche liegt im Holzspalter, wo sie von den großen, vom Wasserrad angetriebenen rotierenden Klingen zerfetzt wurde. Die männliche Leiche liegt völlig verstümmelt auf dem Boden; in ihre Brust wurde ein siebenzackiger Stern geritzt, der dem Sihedron-Amulett ähnelt. Der Stern scheint dabei von Krallen eingeritzt zu sein; die Verstümmelungen scheinen aber von Klingen zu stammen.
Es gibt vier Fußspuren in der Sägemühle, drei von Schuhen, eine barfuß (oder waren es insgesamt nur drei? Meine Notizen sind hier etwas verworren). Von der Barfußspur geht ein unangenehmer Verwesungsgeruch aus.
Neben Katrins Leiche liegt eine blutige Axt; die Fingerabdrücke am Griff stammen von einer kleinen Hand und können wohl Katrins sein. Hat sie versucht, den Angreifer aufzuhalten, während er mit dem Mann beschäftigt war? Die Klinge der Axt ist mit irgendeinem Zeug bedeckt, daß extrem nach Verwesung riecht, stärker als normale Verwesung. Wahrscheinlich hat die Klinge vor kurzem Kontakt mit dem Fleisch eines untoten Wesens gehabt.
Die Barfußspuren führen vom Fluß in die Mühle und dann wieder hinaus. Am gegenüberliegenden Ufer finden wir Spuren, die vom Fluß zu einem Punkt führen, von dem aus man die Mühle sehr gut beobachten kann, und wieder zurück.

Ibor Dorn, der zweite Verwarlter der Mühle, und Ven Vinder, Katrins Vater, befinden sich im Moment im Gewahrsam des Vogts.

Ven ist hin- und hergerissen zwischen Trauer um seine Tochter und Wut auf Horcher.

Dorn ist entsetzt über das Verbrechen. Er berichtet, daß Horcher und Katrin sich öfter nach Betriebsschluß in der Mühle getroffen haben. Er berichtet auch, daß Horcher Geld veruntreut hat.

Anschließend gehen wir noch einmal in die Bibliothek. Dort treffen wir auf einen alten Gelehrten, der uns noch einiges über die Sihedron-Rune sagen kann.

  • sie ist ein wichtiges thassilonisches Symbol
  • sie symbolisiert die sieben Tugenden der Herrscher
  • jede angrenzende kleine Rune ist das Symbol einer der sieben in Thassilonien anerkannten Magieschulen
  • die “führenden Köpfe” waren eher alles andere als tugendhaft
  • durch Korruption der Herrscher haben sich die sieben klassischen Todsünden entwickelt

Bzgl der Morde ist evtl. interessant, daß heutzutage nicht mehr viele Leute etwas die Symbole wissen; das könnte bedeuten, daß ein Gelehrter o.ä. involviert ist.

Fragen, die sich ergeben, bzw. die zu verfolgen sie evtl. lohnt:

  • Wer waren die 25 alten Opfer? Welche Verbindungen gab es zwischen ihnen? (Heute bietet sich erstmal “Gier” als Verbindung zwischen den Opfern “Trickbetrüger in Scheune” und “Geld veruntreuender Verwalter” an…)
  • Kannten die Bosse von Horcher die drei toten Betrüger? (zum Thema Verbindungen zwischen den Opfern)
  • Könnten die sieben Tugenden/Todsünden eine Rolle spielen? (siehe Gier)
  • Was hat der Leibwächter im Sanatorium gesehen?
  • Was ist auf der Insel?
  • Ist Jervis Stoot wirklich tot?
  • Hat er sich wirklich selber umgebracht bzw. selber Augen und Zunge herausgerissen? Waren Augen und Zunge noch da, als er gefunden wurde? Oder war er nur jemand, der auf Geheiß anderer gehandelt hat, und wurde dann von diesen zum Schweigen gebracht?
  • Ist “Deine/Eure Hoheit” in einschlägigen Kreisen bekannt? Evtl. Schleimaal besuchen. (wer oder was ist das?)
  • “nach Spuren von Untoten suchen/Friedhof” (Christians Notizen)

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GoblinBasar

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