Weekend Heroes

Ein weiterer Mord

2. Lamashan 4711, Sandspitze, Varisia
(Spielrunde vom 25.01.2015)
(Es fehlt: Lem. Dafür ist Katharina da.)

(Katharinas Aktionen in Klammern. Ihr Charakter hat noch keinen Kontakt mit uns; wir wissen nichts von dem, was Katharina gasagt oder getan hat.)

Auf dem Rückweg töten wir noch einen Ghoul, der aber doch nur eine Vogelscheuche war. Aber sicher ist sicher. Wir stoppen kurz beim Sanatorium, um die Leute dort vor Sevilla und unserer Befürchtung zu warnen. Das Erdgeschoß ist dunkel, aber aus den Fenstern der höhreren Stockwerke dringt helles Licht. Die Eingangstür ist verschlossen, aber noch einigem lauten Klopfen öffnet einer der Tiefling-Brüder ein Sichtfenster. Er ist, ebenso wie sein Chef vorhin, ziemlich kurz angebunden. Wir warnen ihn, er nimmt es zur Kenntnis, murmelt etwas von “Heibe weiß schon, was zu tun ist” und schlägt uns das Sichtfenster vor der Nase zu. Wir setzen unseren Weg nach Sandspitze fort.

(Während wir in die Stadt zurückkehren, versucht Katharina, sich ein Bild von der Stadt zu machen, welche Gasthäuser es gibt, … Sie scheint sich fürs Erste in einem verlassenen Haus einquartiert zu haben. Sie endet schließlich im ziemlich gut gefüllten Rostigen Drachen. In einer kurzen Unterhaltung mit Ameiko Kaijitsu ist Ameiko natürlich neugierig und will wissen, was Katharina nach Sandspitze treibt. Sie stellt sich als Kartographin vor (“Also sowas wie eine Kundschafterin?” “Naja, so ähnlich.”), und Ameiko erzählt ihr von einem tollen Kartographen in Sandspitze. Zum Abendessen teilt sie sich einen Tisch mit ein paar Handelskarawanen-Leuten. Die erzählen, daß sie auf Holz aus der Sägemühle warten, und berichten von Gerüchten über einen Mord dort.)

Wir erstatten dem Vogt Bericht über die Ereignisse des Nachmittags; die Anderen haben vorher beschlossen, dem Vogt vorerst nichts über den Fund des Wappens von Aldern Fingerhut zu erzählen. Der Vogt wiederum informiert uns kurz, daß er Vin Vender und Ibor Dorn wieder freigelassen hat, weil es keinen Tatverdacht mehr gegen sie gibt. Die Bücherei, die wir eigentlich noch besuchen wollten, weil Lem nach dem “Verhängnis” fragen will, ist für heute geschlossen, also vertagen wir alles auf morgen und gehen zum Abendessen in den Rostigen Drachen. Der ist zwar ziemlich voll, aber glücklicherweise gibt es für Stammkunden noch einen freien Tisch. Dort essen wir zu Abend und diskutieren die Ereignisse des Tages sowie die vielen Fragen, die wir dazu haben.

Thorik besinnt sich, schonmal von diesen Ghoulen gehört zu haben. Diese Lähmung und auch die offensichtliche Krankheit von Sevilla selber können keinen lebenden Menschen in einen Ghoul verwandeln. Erst, wenn jemand an diesem “Ghoul-Fieber” stirbt, wird er anschließend zu neuem untotem Leben erwachen. Und damit beschließen alle drei, die vorhin etwas abbekommen haben, daß sie jetzt keinen Arzt aufsuchen müssen.

(Katharina macht ein bißchen Smalltalk mit ihren Tischnachbarn, versucht dabei aber, das Gespräch an unserem Tisch zu belauschen. Außerdem studiert sie uns, und anscheinend vor allem mich, und versucht, unter meiner Kapuze etwas zu erkennen.)

Wir haben keine Antworten auf unsere offenen Fragen, aber eine neue Frage:

Irgendwann haben wir uns müde diskutiert und gehen schlafen, nachdem wir uns zum Frühstück verabredet haben.

(Katharina beobachtet, wie ich nach oben gehe, während die Anderen das Haus verlassen und offensichtlich woanders schlafen.)

3. Lamashan 4711, Sandspitze, Varisia

In der Morgendämmerung werden die Anderen vom Vogt und ein paar Soldaten geweckt, “Kommt schnell, es hat einen weiteren Mord gegeben!” Halbwach stolpern sie hinter dem Vogt her; einzig Adzorn ist wirklich wach und denkt daran, eine Decke mitzunehmen, um ggf. den Toten abdecken zu können. Sehr sentimental! Der Vogt führt die Gruppe in Richtung Hafen und schließlich zum Feenkätzchen.

(Währenddessen ist Katharina sehr früh wieder im Rostigen Drachen. Sie schleicht sich nach oben und versucht, dort ein bestimmtes Zimmer bzw. das Zimmer einer bestimmten Person zu finden. Das scheint ihr aber nicht zu gelingen; sie finder lediglich heraus, daß in ein paar Zimmern die Schläfer bereits aufgestanden und in den Tag gestartet sind, während in den anderen Zimmern die Gäste offenbar noch schlafen. So kehrt sie nach einer Weile unverrichteter Dinge wieder in den Schankraum zurück und setzt sich zum Frühstück.)

Im Feenkätzchen ist alles still, es scheinen keine “Damen” dazusein. Vor der Tür stehen drei Rausschmeißer, tätowierte, muskelbepackte und braungebrannte Shoanti. Eine zierliche junge Menschenfrau begrüßt den Vogt; sie scheint ihn zu kennen (aha!) und zerrt ihn mit den Worten “Hier entlang!” nach hinten in ein Zimmer nahe am Hinterausgang. Auch in diesem Zimmer ist der Ghoul-Fäulnis-Gestank unverkennbar, allerdings vermischt er sich hier mit den Parfums, die im Haus großzügig verwendet werden, zu einer ganz eigenen Note. Die Soldaten des Vogts riegeln das Zimmer ab, während sich meinen Gefährten ein bekanntes Bild zeigt: Auf dem Bett liegt die Leiche eines blonden, kräftigen, rüstigen Mannes um die 40, dessen Kehle zerfetzt wurde, und in dessen Brust der bekannte Stern geritzt wurde. Daneben liegt die wie beiläufig zerfetzte und weggeworfene Leiche einer Frau. Und auf die Stirn des Toten ist wieder ein Brief an Thorik gepinnt.
Die Leiche ist die von Titus Scanetti. Die Scanettis sind eine sehr wichtige Familie in Sandspitze und haben großen Anteil am Aufbau von Sandspitze.
Der Vogt ist sichtlich aufgeregt, “Der Mörder muß schleunigst gefunden werden, sonst nimmt es überhand!”

Der Mörder ist also sauer, weil sein Hund tot ist? Thorik erinnert sich, daß Aldern Fingerhut einen Hund hatte, der von Goblins getötet wurde, während Thorik ihm nicht geholfen hat.

Thorik und Nahimana flüstern kurz miteinander und beschließen, dem Vogt von der Verbindung des Falls zu Aldern Fingerhut zu erzählen. Der Vogt hält Aldern für einen seltsamen Kerl. Er erzählt meinen Gefährten ein wenig über Alderns Lebensgeschichte und den tragischen Tod seiner Eltern, weiß aber sonst auch nicht mehr. Er hat von Aldern nichts mehr gehört, seit dieser kurz nach dem Schwalbenschwanzfest Sandspitze verlassen hat und vermutlich wieder nach Magnimar zurückgekehrt ist.

Er warnt uns noch, auf dem verlassenen Gut der Familie vorsichtig zu sein, falls wir da hinreiten wollen, weil es da angeblich spuken soll.

Währenddessen frühstücke ich alleine im Rostigen Drachen, weil die Anderen nicht auftauchen. Naja. Paßt ja. “Ist ja nur ein Tiefling, was kehren uns unsere Verabredungen mit dem?!” Dabei hatte ich fast angefangen zu glauben, daß sie nicht so sind wie alle anderen. Oder ist ihnen etwas dazwischengekommen? Aber dann hätten sie mich doch benachrichtigen können.
Vielleicht ist es ja ganz harmlos. Dann könnte ich schonmal alleine in die Bücherei vorgehen. Oder sollte ich vielleicht lieber nach ihnen gucken gehen. Dann weiß ich vielleicht, was ich von ihrer Abwesenheit zu halten habe. Ich stehe mal auf und gehe zur Tür, und versuche unterwegs zu entscheiden, was sinnvoller ist.

(Katharina beobachtet mich währenddessen heimlich. Sie überlegt sich auch, daß es jetzt, nachdem ich heruntergekommen bin, ein Zimmer weniger geben müßte, in dem noch geschlafen wird, unternimmt aber erstmal nichts. Sie sieht zu, wie ich gehe und überlegt, was sie weiter tun will…)

Währenddessen wird Titus Scanettis Leiche, in eine Decke gewickelt, unauffällig auf einen Wagen geladen und zur Vogtei abtransportiert. Der Vogt läßt meine Gefährten noch wissen, daß die Leichen der drei ersten Opfer, der drei Trickbetrüger, vorsichtshalber verbrannt wurden, und bittet sie, möglichst schnell etwas beim Fingerhut-Gut herauszufinden. Die Leute, die näher in der Umgebung wohnen, sollten auch mehr über das Spuken wissen.

Damit haben wir auch ein paar Antworten auf unsere Fragen:

  • Was hat Thorik mit der ganzen Sache zu tun?
    Anscheinend macht Aldern Fingerhut Thorik dafür verantwortlich, daß sein geliebter Hund tot ist, und will sich jetzt an Thorik rächen. Scheint mir eine geringfügige Überreaktion zu sein.
  • Wen hat Thorik “vernichtet” und wie? Was ist mit “vernichtet” gemeint?
    Aldern hat anscheinend seinen Hund sehr geliebt und ist an seinem vorzeitigen gewaltsamen Tod zerbrochen. Oder ist noch etwas anderes damit gemeint?
  • Warum bezeichnet der Killer Thorik als “Meister”?
  • Können Menschen in Ghoule verwandelt werden? Falls ja, sollten wir evtl. das Sanatorium warnen. Und Nahimana, Thorik und Lem sollten vorsichtshalber einen Arzt oder Priester aufsuchen.
    Das scheint doch nicht ganz so schnell zu gehen. Vor allem können wohl keine lebenden Wesen einfach so in Ghoule verwandelt werden, sondern das passiert erst, wenn sie am Ghould-Fieber sterben; dann erwachen sie als Ghoule wieder zu untotem Leben.
  • Wo kommen die ganzen Ghoule her? Sind sie allesamt ehemalige Landbevölkerung, die verwandelt wurden? Wie fing es an? Hat ein einzelner Ghoul nach und nach alle infiziert und verwandelt? Oder kam eine große Gruppe Ghoule her? Woher?
  • Wieviele Ghoule gibt es noch in der Gegend? Können wir sie stoppen, indem wir alle töten? Oder müssen wir irgendein Portal schließen? Oder einen Infektionsherd ausräuchern?
  • Was haben die Ghoule mit der Sihedron-Rune zu tun? Warum haben die Hauptopfer immer die Rune in die Brust geritzt?
  • Was für eine Verbindung haben die jetzigen Opfer miteinander? Sind sie zufällig ausgewählt? Das kann ich nicht glauben. Wenn man die Geschichte von Alderns Hund bedenkt, haben alle diese Leute vielleicht Anderen Schaden zugefügt, oder zugelassen, daß Anderen Schaden zugefügt wird, den sie hätten verhindern können?
  • Wo komme ich her? Warum hat ein Glabrezu versucht, nach mir zu greifen? Wo bin ich hier? Können mir die Tieflinge im Sanatorium irgendwie weiterhelfen?

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GoblinBasar

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