Weekend Heroes

Visionen eines Spukhauses

3. Lamashan 4711, Sandspitze, Varisia
(Spielrunde vom 15.03.2015)
(Es fehlt: Katharina)

Ich bin unsicher, wie man in der Bibliothek auf den dunklen Unbekannten reagieren würde, wenn ich ohne Lem auftauche, also entschließe ich mich, nach den Anderen zu sehen. Sie scheinen nicht zu Hause zu sein, aber während ich noch kurz unschlüssig herumstehe, kommen sie auch schon an. Sie erzählen mir kurz, was am Morgen passiert ist. Nach der jüngsten Nachricht ist es dem Vogt ein Anliegen, daß wir uns mal auf dem Fingerhut-Gut umsehen. Da wir fast erwarten, es mit irgendwelchen Untoten zu tun zu bekommen, besorgt Thorik bei Vater Zantus noch ein paar Fläschchen heiliges Wasser, dann machen wir uns auf den Weg.

Als wir uns dem Anwesen nähern, merkt man schon, daß hier irgendetwas seltsam ist, denn selbst die Natur wirkt irgendwie krank. Bäume und Sträucher sind kränklich und verkümmert, das Gras ist braun, es gibt keine Blumen, nur Dornen. Das Haus selbst ist in schlechtem Zustand, schief, in sich verzogen, das Dach teilweise eingefallen, von Blauregen-Ranken und Schimmelflecken überzogen. Einige Meter daneben liegen die verbrannten Grundmauern des ehemaligen Gesindehauses; das Herrenhaus selbst steht auf einer herausragenden Ecke der Klippen, die es fast völlig ausfüllt. Um das Haus herum sehen wir einige Krähen, anderes Leben ist nicht auszumachen. Nahimana fühlt sich angesichts der Krähen irgendwie unwohl; Lem tötet eine; es sind ganz normale Krähen.

Wir binden die Pferde draußen an und betreten das Haus durch die Doppeltür in einem der beiden Flügel, die der Schlüssel, den wir auf dem Hambley-Bauernhof gefunden haben, aufschließt; Uns schlägt ein Geruch von Moder entgegen, alles ist mit Schimmelflecken und größerflächigen Schimmelteppichen überzogen, und der Boden ächzt und knarrt, wenn wir uns bewegen. Wir durchsuchen das Haus; zuerst das Erdgeschoß, dann den ersten Stock, dann den Dachboden. Während wir das tun, werden einzelne von uns immer wieder von Visionen oder Spukerscheinungen überkommen; in diesen scheinen die Betroffenen einzelne dramatische Momente zu erleben, die in der Vergangenheit in diesem Haus geschehen sind, und zwar immer aus Sicht einer jeweils beteiligten Person. Und zwischendrin hören wir immer wieder kurzes gedämpftes Schluchzen, das von oben zu kommen scheint. Durch das Verziehen des Hauses klemmen eigentlich alle Türen und können nur mit Kraftanstrengung und oft erst nach mehreren Versuchen geöffnet werden. Nach den ersten Visionen würde ich lieber in den Keller absteigen, denn da scheint die Quelle von was auch immer hier passiert ist zu liegen, aber die Anderen wollen lieber nach oben, dem Schluchzen entgegen, und vielleicht noch mehr Visionen finden, die uns Informationen geben. Bisher habe ich allerdings nicht den Eindruck, daß die Visionen viel konkrete Informationen enthalten, dafür scheinen sie aber nicht ungefährlich zu sein.

Im Jagtrophäensaal, durch den wir das Haus betreten, habe ich kurz den Eindruck, brennende Haare und Fleisch zu riechen.

Kurz danach finden wir an der Wand einen mumifizierten Affenkopf, dem eine Ziehkordel aus dem Maul hängt. Nahimana zieht natürlich sofort daran, während Lem ihn als magisch erkennt und eigentlich noch versuchen will, die Art der Magie herauszufinden. Der Kopf gibt daraufhin mehrere Sekunden lang ein ohrenbetäubendes Geschrei von sich, und kurz danach identifiziert Lem die Magie als eine Art Alarmzauber. Wir haben uns bisher keine wirkliche Mühe gegeben, heimlich zu sein, aber sollte jemand, oder etwas, hier sein, weiß er oder es spätestens jetzt definitiv über unsere Anwesenheit Bescheid. Am Boden unter dem Affenkopf befindet sich ein ziemlich großer Fleck; Lem glaubt, darin ein Muster zu sehen, daß eine Wendeltreppe mit Stufen auf Totenschädeln zu erkennen, aber der Boden ist offensichtlich ganz normaler Boden.

In der Bibliothek finden wir einen noch neu aussehenden, farbenfrohen Schal über einem umgestürzten Sessel. Sobald sie näherkommt, attackiert der Schal Nahimana, indem er sich einfach um ihren Hals wickelt und sie zu erwürgen versucht. Nahimana hat dabei den Eindruck, daß Aldern Fingerhut (oder jemand, der ihm sehr ähnlich sieht?) den Schal um ihren Hals legt und sie stranguliert. Das Ganze ist nach wenigen Augenblicken bereits wieder vorbei, der Schal liegt schlaff auf dem Boden, aber Nahimana ist dennoch fast erstickt, so daß Thorik sie heilen muß. Der Schal ist dabei anscheinend nicht magisch. Außerdem gibt es hier noch eine steinerne Buchstütze in Form eines Engels; ein Flügel ist halb abgebrochen, an einer Ecke kleben Blut, Knochensplitter und Haarbüschel, und auch auf dem Boden findet sich ein großer Fleck von sehr viel Blut.

In einem nächsten Raum sehen wir, wie vor dem Kamin immer wieder Staub aufgewirbelt wird, obwohl es keinen Luftzug gibt. Die Aufwirbelungen sehen dabei aus wie von einer Person, die vor dem Kamin schnell auf- und abläuft. Nahimana geht hin und hat die Vision einer Frau, die sich sorgt, was ihr Gatte so spät noch so lange im Keller treibt, und hat plötzlich das Gefühl, daß sie ihr Kind retten muß, bevor etwas Schreckliches passiert, dann sieht sie ihre Tochter * Lorey neben sich, dann schüttelt sie die Vision ab, und das Gesicht ihrer Tochter wird zu dem von Lem.

In einem Badezuber finden wir eine tumorzerfressene Ratte, die Thorik angreift, die wir aber schnell töten. Allerdings sieht sie ziemlich ungesund und widerlich aus.

Bei einem kurzen Gang draußen vor das Haus stellen wir fest, daß in der verbrannten Ruine und auf den umstehenden Bäumen inzwischen jeder Quadratzentimeter von Krähen bedeckt ist. Sie bewegen sich nicht, sie krächzen nicht, sie sitzen einfach nur da und starren uns an. Die Raben sehen irgendwie seltsam aus, und wir haben den Eindruck, daß eine Wolke von Fliegen zwischen ihnen summt. Das ist schon ein wenig merkwürdig. Außerdem führt der Weg unmittelbar an den Vögeln vorbei; mal sehen, was das nachher bedeutet. Bisher sind die Pferde allerdings in keiner Weise beunruhigt.

In der Jagdtrophäenhalle rieche ich wieder brennendes Fleisch und Blut, diesmal ziemlich stark, und schon erwacht der Löwenflederskorpion zum Leben, ist plötzlich in Flammen gehüllt und greift mich mit dem Skorpionschwanz an, dem ich knapp ausweichen kann. Das Gesicht sieht dabei aus wie das zonrverzerrte Gesicht von Aldern oder jemandem, der starke Ähnlichkeit mit ihm hat. Sein Vater vielleicht? Und schon ist der Spuk wieder vorbei und das Monster wieder ausgestopft und schimmelbefallen.

Im ersten Stock finden wir ein Kinderzimmer, erkennbar an der Truhe mit Spielzeug und dem Hampelmann an der Wand. Wir hören ein Kind nach seiner Mutter weinen, dann hat Thorik eine Vision eines Kindes, das hier lebt. Seine Eltern streiten sich und kämpfen miteinander und versuchen, den anderen zu töten. Das Kind ist sicher, daß, wer auch immer gewinnt, danach das Kind töten wird. Die Mutter kämpft mit einer Fackel, der Vater ist mit einem langen Messer bewaffnet und mit Tumoren übersäht und von ihnen zerfressen. (Frage an Achim: Du hast gesagt, daß der Vater eine Ähnlichkeit mit Aldern hat, aber Du hast später gesagt, daß es die Ähnlichkeit, die Du uns zwischen Alderns Vater und Forel beschrieben hast, in Wirklichkeit gar nicht gibt. Ist damit auch diese Ähnlichkeit hier damit weg, oder gibt es die trotzdem? Denn die Tumore passen irgendwie nicht zu Alderns Vater, jedenfalls nach dem, was wir uns bisher zusammenreimen können.)
Ein kunstvolles Namensschild an einem der Spielzeuge sagt uns, daß das hier mal Alderns Schlafzimmer war. Aber war es vielleicht vorher mal Loreys Schlafzimmer?

In der Porträtgalerie finden wir acht Bilder, die dankenswerterweise Namensplaketten haben und offenbar verschiedene ehemalige Bewohner des Hauses darstellen; darunter auch Aldern. Irgendwie spüren wir, daß gleich etwas passieren wird, und tatsächlich, die Temperatur fällt stark ab, Reif und Schimmel überziehen alles, und die Figuren auf den Bildern verwandeln sich in tote Versionen ihrer selbst. Travers Kehle ist zerschnitten. Cyrali verbrennt und erleidet furchtbare Knochenbrüche, Aldern wird ganz dunkel und bekommt ein ghoulisches Aussehen. Lorey, Kasanda und Vorel sind alle von Tumoren zerfressen, ähnlich wie die Ratte, die wir vorhin getötet haben; bei Vorel ist der Befall so stark, daß das ganze Bild mitsamt dem Rahmen befallen ist. Einzig Alderns Schwestern, Siva und Sindeli, bleiben unverändert. Und wie immer ist alles nach ein paar Augenblicken vorbei. Im Unterschied zu allen anderen Visionen war hier aber nicht nur einer von uns betroffen, sondern wir haben das alle wahrgenommen. (Frage an Achim: Aldern ist erwachsen, die Schwestern aber nicht? Ist das ernst gemeint, oder war bloß die Beschreibung im Buch verworren? Oder meintest Du, daß sie halt einfach normal aussehen, aber dieselbe Altersveränderung wie Aldern durchmachen?)

Das elterliche Schlafzimmer ist wesentlich besser erhalten als der Rest des Hauses; insbesondere gibt es hier fast keinen Schimmel, lediglich auf dem Schreibtisch gibt es einen großen dunklen Fleck. Als Nahimana das näher untersuchen will, beginnt sie zu zittern und ist überzeugt, die Person getötet zu haben, die sie am meisten liebt. Sie sieht einen Dolch auf dem Tisch und verspürt den Drang, sie die Kehle aufzuschneiden, kann aber im letzten Moment widerstehen. Glücklicherweise, denn von uns unbemerkt hatte sie einen großen Holzsplitter vom Schreibtisch genommen (der Dolch war ja nur in ihrer Vision da) und hätte sich den beinahe in die Kehle gerammt. Hätten wir nicht doch lieber direkt nach unten gehen sollen?

Ein Zimmer betreten wir nicht, weil es selbst im Vergleich zum Rest des Hauses extrem mit Schimmel verseucht ist; allein das Öffnen der Tür schiebt einen dicken Schimmelteppich zur Seite.

Im Baderaum gibt der ohnehin schon durchhängende Boden unter dem Gewicht von Lem und dem eisernen Badezuber nach, und während Lem in Sicher heit hechten kann, fällt der Zuber in den darunterliegenden Baderaum durch.

Ein weiteres Schlafzimmer ist völlig verwüstet, die Möbel zerstört, die Wände mit Klingen aufgerissen, alle Bilder an den Wänden zerstört und unkenntlich, lediglich ein Bild ist intakt, wurde aber mit dem Gesicht zur Wand gedreht. Es zeigt eine hübsche junge Frau mit nachdenklichem Blick; die Namensplakette weist sie als Jascha Fingerhut aus. Wir haben wieder das Gefühl, daß sich etwas anbahnt, dann hören wir eine Frauenstimme, „Was treibst Du eigentlich da unten in der Kälte?“ Ich habe kurz das Gefühl, jemandem wehzutun, Thorik verspürt einen kurzen Moment der Traurigkeit, und Adzorn Arundfast läuft es kurz kalt und panisch den Rücken herunter. Die Frau ähnelt keiner der Personen auf den Bildern in der Portätgalerie. Außerdem sind sowohl das Bild als auch die Verwüstung deutlich neuer als alles Andere hier im Haus; ich schätze maximal ein halbes Jahr.

Auf der Seeseite des Hauses gibt es in beiden Stockwerken eine große Front aus Buntglasfenstern. Im Erdgeschoß steht davor ein großer Tisch, und das Fenster besteht aus vier Paneelen, die seltsame, mythologische Kreaturen zeigen:

  • ein Baumwesen
  • ein Vogel mit goldenen Federn und einem riesigen Schnabel
  • ein Wesen mit dem Körper eines Löwen und dem Oberkörper eines Menschen
  • einen tiefblauen Kraken mit bösen, roten Augen
    Alle Wesen befinden sich in Wolken aus Rauch, die aus siebeneckigen Kisten kommen. Auf den zweiten Blick sieht es eher so aus, als würde der Rauch in die Kisten hineingesogen, und die Grimassen der Monster und ihr Zähnefletschen sind weniger Wut und Aggression als vielmehr Furcht. Auf den Kisten scheinen außerdem nekromantische Symbole abgebildet zu sein.

Im ersten Stock besteht das Fenster aus fünf Paneelen:

  • ein riesiger, fahler, geisterhafter Skorpion
  • ein hagerer Mann, an dessen ausgestreckten Armen ein Dutzen Fledermäuse hängen
  • eine große Motto mit einem Mal in Form eines Totenschädels auf dem Kopf
  • ein Gewirr mattgrüner Pflanzen mit glockenförmigen Blüten
  • eine junge Frau, die an einer Quelle im Wald sitzt, und über der eine hundsgroße Spinne an einem Faden hängt

Die Anderen fragen sich: Warum baut man sich solche Szenen in sein Wohnhaus? Und warum verbaut man sich den schönen Seeblick mit Fenstern, durch die man nicht wirklich gut durchsehen kann? Und warum richtet man im oberen Zimmer einen Raum so ein, daß er nichts als eine Sitzgarnitur enthält, die auf das Fenster ausgerichtet ist? Ich verstehe ja nicht so ganz, was am Anblick dieses endlosen Meeres so toll sein soll? Andererseits haben sie damals ihr Haus hier gebaut und nicht in der Stadt, also ist vielleicht doch was dran an der Frage.

Die Tür zum Dachboden ist verschlossen, weshalb sie sich den Öffnungsversuchen der Anderen beharrlich widersetzt, aber das Schloß bettelt förmlich darum, geöffnt zu werden, so leicht, wie es aufgeht. Das Schluchzen, das wir gelegentlich gehört haben, wird lauter.

Nach ein paar uninteressanten Abstellkammern hören wir von weiter hinten einen schrillen Schmerzensschrei, dem wir natürlich nachgehen. Die Tür, von der er kam, ist ebenfalls verschlossen, aber auch dieses Schloß scheint mehr zur Zierde dazusein als tatsächlich eine Schließfunktion zu erfüllen, so leicht, wie es aufgeht. Der Raum dahinter ist kalt und feucht. Vor einem Spiegel kauert eine Gestalt, die offensichtlich untot ist. Sie weint, schluchzt und wimmert, während sie in den Spiegel starrt; es könnte Jascha Fingerhut sein. Sie ist bleich, ihre Hände sind mehr Krallen, und sie hat deutliche Blutflecken. Sie ignoriert unsere Anwesenheit völlig und reagiert auf keine Ansprache, nicht einmal auf ihren Namen. Erst als Lem den Spiegel ein wenig beiseiteschiebt, schreckt sie auf und kreischt, „Aldern! Ich kann Deine Furcht wittern! Schon bald wirst Du in meinen Armen liegen!“ und wirbelt zur Tür herum. Auch dabei scheint sie uns zu ignorieren, also lassen wir sie einfach passieren und folgen ihr; sie geht zielstrebig ins Erdgeschoß zu dem Fleck unter dem Affenkopf, in dem Lem das Wendeltreppenmuster erkannt hat. Thorik glaubt, sie als Wiedergänger zu identifizieren, was auch immer das genau ist. Dort starrt sie den Fleck an, beginnt das zu kreischen und auf den Boden zu hämmern und zu kratzen, bis sie die Bodendielen durchschlägt und durch das entstandene Lock in den drunterliegenden Raum springt. Dort liegen Geröll, aufgerissener Boden und Grabwerkzeuge herum, und es gibt eine steinerne Wendeltreppe, die uralt, viel, viel älter als das Haus wirkt. Diese Treppe schreitet Jasha hinab. Uns schlägt ein fast atemberaubender Gestank nach verrottendem Fleisch entgegen. Thorik und ich, die im Dunkeln sehen können, springen ihr hinterher in den Raum. Sobald Thorik dort den Boden berührt, hat er eine Vision, wie er Aldern beobachtet, der fieberhaft mit der Spitzhacke arbeitet und dabei immer wieder „Für Dich! Für Dich!“ vor sich hinmurmelt. Thorik ist sich sicher, daß er (Thorik, nicht die Person, aus deren Augen er die Szene erlebt) damit gemeint ist. Als er durchbricht, schwärmen Ghoule aus dem Loch und zerren Aldern hinab. Dann siehr Thorik, wie sich die Augen der Ghoule auf ihn richten, und wie sich dann die Ghoule auf ihn stürzen. Wir können sehen, wie Thorik in einem unsichtbaren Kampf hin- und hergeworfen wird, und wie aus dem Nichts Biß- und Klauenwunden auf seinem Körper entstehen. Auch dieser Spuk ist nach ein paar Augenblicken vorbei, und nachdem ich einigermaßen sicher bin, daß Thorik noch lebt und einigermaßen ok ist, folge ich Jasha die Treppe hinunter in die Dunkelheit, bevor sie einen zu großen Vorsprung hat. Die Treppe mündet in eine ca. zehn Meter lange Höhle, aus der drei Gänge abgehen, von denen einer wesentlich neuer aussieht als die beiden anderen. Ich sehe Jasha in einem der alten Gänge verschwinden und folge ihr. Offenbar kann sie auch im Dunkeln sehen. Nach kurzer Zeit mündet der Gang in einen kleinen Raum, der dadurch entsteht, daß mehrere Gänge hier zusammenlaufen und sich zu einem Gang vereinigen, dem Jasha weiter folgt. In diesem Raum befinden sich drei Ghoule; Jasha ignoriert sie völlig; die Ghoule reagieren kurz in ihre Richtung, lassen sie dann aber ungehindert passieren. Ohne diese kurze Reaktion auf Jasha hätte ich sie vermutlich selber nicht gesehen und wäre ihnen direkt in die Arme gelaufen; das hätte eventuell ungemütlich werden können. So aber scheinen sie mich nicht bemerkt zu haben. Da der Gang aber zu schmal und zu niedrig ist, um eine Chance zu haben, unbemerkt an ihnen vorbeizukommen, drehe ich erstmal um, um den Anderen entgegenzugehen. Währenddessen höre ich schon schlurfende Schritte hinter mir, und nach ein paar Gangbiegungen sehe ich Licht vor mir. Ich treffe die Anderen in der Höhle am Fuß der Treppe und warne sie kurz davor, daß mir wohl ein paar Ghoule folgen. Wir nehmen an den Wänden seitlich des Tunnelausgangs Aufstellung, und als drei Ghoule aus dem Gang kommen, töten wir sie nach einem kurzen Kampf. Mit guten Ohren hören wir wenige Augenblicke später wieder Schritte; diesmal kommen aus zwei Gängen je zwei Ghoule; auch diese sind schnell getötet.

Jetzt sollten wir Jasha weiter folgen.

Insgesamt hat unser Besuch hier kaum Fragen beantwortet, dafür aber viele neue aufgeworfen. Klar scheint aber zu sein, daß Aldern tatsächlich mit den Morden und der Ghoul-Plage zu tun hat.

Alte Fragen:

  • Was hat Thorik mit der ganzen Sache zu tun?
    A: Anscheinend macht Aldern Fingerhut Thorik dafür verantwortlich, daß sein geliebter Hund tot ist, und will sich jetzt an Thorik rächen. Scheint mir eine geringfügige Überreaktion zu sein.
  • Wen hat Thorik “vernichtet” und wie? Was ist mit “vernichtet” gemeint?
    A: Aldern hat anscheinend seinen Hund sehr geliebt und ist an seinem vorzeitigen gewaltsamen Tod zerbrochen. Oder ist noch etwas anderes damit gemeint?
  • Warum bezeichnet der Killer Thorik als “Meister”?
  • Können Menschen in Ghoule verwandelt werden? Falls ja, sollten wir evtl. das Sanatorium warnen. Und Nahimana, Thorik und Lem sollten vorsichtshalber einen Arzt oder Priester aufsuchen.
    A: Das scheint doch nicht ganz so schnell zu gehen. Vor allem können wohl keine lebenden Wesen einfach so in Ghoule verwandelt werden, sondern das passiert erst, wenn sie am Ghould-Fieber sterben; dann erwachen sie als Ghoule wieder zu untotem Leben.
  • Wo kommen die ganzen Ghoule her? Sind sie allesamt ehemalige Landbevölkerung, die verwandelt wurden? Wie fing es an? Hat ein einzelner Ghoul nach und nach alle infiziert und verwandelt? Oder kam eine große Gruppe Ghoule her? Woher?
    A: Genau wissen wir es noch nicht, aber es deutet, besonders nach Thoriks Vision, viel darauf hin, daß viele Ghoule aus diesen Höhlen unter dem Fingerhut-Gut kamen. Warum sie allerdings hier waren, wissen wir nicht.
  • Wieviele Ghoule gibt es noch in der Gegend? Können wir sie stoppen, indem wir alle töten? Oder müssen wir irgendein Portal schließen? Oder einen Infektionsherd ausräuchern?
    A: Ich vermute mal, daß wir hier irgendwo die Quelle der Ghoul-Invasion finden werden, und diese – wie auch immer – unschädlich machen sollten. Ob das den Ghoulen an der Oberfläche irgendwie schadet, wird sich zeigen, aber sobald sie – ohne ihre Quelle – nur noch eine isolierte Population sind, können sich sicherlich Soldaten des Vogts um des Rest kümmern.
  • Was haben die Ghoule mit der Sihedron-Rune zu tun? Warum haben die Hauptopfer immer die Rune in die Brust geritzt?
    A: Das ist nach wie vor unklar. Die Fenster mit Bildern der siebeneckigen Kisten deuten darauf hin, daß wir es hier mit irgendwelchen alten thassilonischen Strukturen zu tun haben, aus denen die Ghoule kamen. Aber darüber hinaus?
  • Was für eine Verbindung haben die jetzigen Opfer miteinander? Sind sie zufällig ausgewählt? Das kann ich nicht glauben. Wenn man die Geschichte von Alderns Hund bedenkt, haben alle diese Leute vielleicht Anderen Schaden zugefügt, oder zugelassen, daß Anderen Schaden zugefügt wird, den sie hätten verhindern können?
  • Wo komme ich her? Warum hat ein Glabrezu versucht, nach mir zu greifen? Wo bin ich hier? Können mir die Tieflinge im Sanatorium irgendwie weiterhelfen?

Neue Fragen:

  • Wie sind die Beziehungen der Personen von den Portäts untereinander? Vorel und Kasanda verheiratet, mit Tochter Lorey? Traver und Cyrali verheiratet, mit Töchtern Siva und Sendeli und Sohn Aldern? Wie ist die Beziehung zwischen diesen beiden Gruppen? Gibt es eine zeitliche Reihenfolge? Hat Vorel das Haus erbeut, und Traver lebte später darin?
  • Hatte der Vogt nicht was von vier Kindern gesagt? Hat er sich geirrt? Gab es noch ein viertes Kind? Was ist mit ihm passiert? Ist Lorey das vierte Kind? Was würde das für die Verbindung zwischen den beiden Personengruppen bedeuten?
  • Hat vor Aldern Lorey in demselben Kinderzimmer gelebt? So daß Thoriks Vision vom Kampf der Eltern Lorey Vision sein könnte? Das würde besser zu den äußeren Malen, zu den Tumoren des Vaters in der Vision passen (den Traver hatte auf dem Porträt keine Tumore).
  • Was ist die Verbindung dieses Hauses, und damit auch der Familie, mit den Katakomben unter dem Keller? Es scheint (durch die Symbolik der Fenster) offensichtlich, daß das Haus bewußt auf ihnen erbaut wurde. Es scheint auch sicher, daß Alderns Graben nicht das erste Mal war, daß die Katakomben freigelegt wurden.
  • Was hat es mit diesen Fenstern auf sich? Was hat es vor allem mit dem oberen Fensterraum auf sich? Warum gibt es diesen Raum, der nur dazu dazusein scheint, die Fenster zu betrachten. Was bedeuten die Symbole bzw. die Bilder in den Fenstern?
  • Wieso war die Vision in der Porträtgalerie für alle, wenn alle anderen nur für einen waren?
  • Was zeigt uns die Bildervision? Den aktuellen Zustand bzw. die Todesursache der abgebildeten Personen? Das paßt zu dem, was wir über den Tod von Alderns Eltern wissen. Aber warum waren auch Kasanda und Lorey tumorzerfressen? Sind die Tumore einfach nur eine Krankheit, evtl eine Folge von Experimenten, die Vorel gemacht hat? Oder bedeuten sie mehr, etwas Böses?
  • Wer war die Person, die Aldern in der Bibliothek stranguliert hat? Da er erwachsen war, kann es noch nicht so lange her sein. Und da der Schal noch nicht vom Verfall des Hauses betroffen wat, kann es wirklich noch nicht lange her sein. Kann es Jasha gewesen sein? Warum hat Aldern die Person getötet?
  • Wer ist Jasha? Alderns Frau? Sie hat den Familiennamen aber keine äußerliche Ähnlichkeit.
  • Wer war die Person, aus deren Augen Thorik Aldern beim Graben gesehen hat, und die offenbar von den Ghoulen getöt wurde?
  • Was hat es mit dem Bild auf sich, daß Aldern als Ghoul gezeigt hat? Ist Aldern in den letzten zwei Wochen zum Ghoul geworden? Oder ist er schon länger etwas Ghoulartiges, der/das aber zumindest auch menschlich aussehen kann? Thoriks Vision scheint eher auf die erste Variante hinzudeuten.
  • Was ist ein Wiedergänger? Wie wird eine lebende Person zu einem solchen?
  • Was hat es mit dem Löwenflederskorpion in der Eingangshalle auf sich? Warum hatte der das Gesicht eines Verwandten von Aldern? Ist es Zufall, daß dieses Vieh hier herumsteht und auf den Bildern der Fenster ein geisterhafter Skorpion, Fledermäuse und eine Art Löwenzentaur zu sehen sind? Wenn nein, was für Alptraummonster erwarten uns dann noch hier unten?
  • Ghoule scheinen eher instinktgesteuert zu sein und getötete Opfer lieber zu fressen als sie fein säuberlich drapiert zu hinterlassen. Wie passen Ghoule also zu den bisherigen Morden? Kann Aldern die Ghoule irgendwie kontrollieren, so daß er sie daran hindern kann, die Opfer zu fressen? Oder ist er inzwischen selbst ein Ghoul und begeht die Morde selbst? Wie würde das zu Bauer Hambley passen, der von den Ghoulen im Haus nicht gefressen worden ist?
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Ein weiterer Mord

2. Lamashan 4711, Sandspitze, Varisia
(Spielrunde vom 25.01.2015)
(Es fehlt: Lem. Dafür ist Katharina da.)

(Katharinas Aktionen in Klammern. Ihr Charakter hat noch keinen Kontakt mit uns; wir wissen nichts von dem, was Katharina gasagt oder getan hat.)

Auf dem Rückweg töten wir noch einen Ghoul, der aber doch nur eine Vogelscheuche war. Aber sicher ist sicher. Wir stoppen kurz beim Sanatorium, um die Leute dort vor Sevilla und unserer Befürchtung zu warnen. Das Erdgeschoß ist dunkel, aber aus den Fenstern der höhreren Stockwerke dringt helles Licht. Die Eingangstür ist verschlossen, aber noch einigem lauten Klopfen öffnet einer der Tiefling-Brüder ein Sichtfenster. Er ist, ebenso wie sein Chef vorhin, ziemlich kurz angebunden. Wir warnen ihn, er nimmt es zur Kenntnis, murmelt etwas von “Heibe weiß schon, was zu tun ist” und schlägt uns das Sichtfenster vor der Nase zu. Wir setzen unseren Weg nach Sandspitze fort.

(Während wir in die Stadt zurückkehren, versucht Katharina, sich ein Bild von der Stadt zu machen, welche Gasthäuser es gibt, … Sie scheint sich fürs Erste in einem verlassenen Haus einquartiert zu haben. Sie endet schließlich im ziemlich gut gefüllten Rostigen Drachen. In einer kurzen Unterhaltung mit Ameiko Kaijitsu ist Ameiko natürlich neugierig und will wissen, was Katharina nach Sandspitze treibt. Sie stellt sich als Kartographin vor (“Also sowas wie eine Kundschafterin?” “Naja, so ähnlich.”), und Ameiko erzählt ihr von einem tollen Kartographen in Sandspitze. Zum Abendessen teilt sie sich einen Tisch mit ein paar Handelskarawanen-Leuten. Die erzählen, daß sie auf Holz aus der Sägemühle warten, und berichten von Gerüchten über einen Mord dort.)

Wir erstatten dem Vogt Bericht über die Ereignisse des Nachmittags; die Anderen haben vorher beschlossen, dem Vogt vorerst nichts über den Fund des Wappens von Aldern Fingerhut zu erzählen. Der Vogt wiederum informiert uns kurz, daß er Vin Vender und Ibor Dorn wieder freigelassen hat, weil es keinen Tatverdacht mehr gegen sie gibt. Die Bücherei, die wir eigentlich noch besuchen wollten, weil Lem nach dem “Verhängnis” fragen will, ist für heute geschlossen, also vertagen wir alles auf morgen und gehen zum Abendessen in den Rostigen Drachen. Der ist zwar ziemlich voll, aber glücklicherweise gibt es für Stammkunden noch einen freien Tisch. Dort essen wir zu Abend und diskutieren die Ereignisse des Tages sowie die vielen Fragen, die wir dazu haben.

Thorik besinnt sich, schonmal von diesen Ghoulen gehört zu haben. Diese Lähmung und auch die offensichtliche Krankheit von Sevilla selber können keinen lebenden Menschen in einen Ghoul verwandeln. Erst, wenn jemand an diesem “Ghoul-Fieber” stirbt, wird er anschließend zu neuem untotem Leben erwachen. Und damit beschließen alle drei, die vorhin etwas abbekommen haben, daß sie jetzt keinen Arzt aufsuchen müssen.

(Katharina macht ein bißchen Smalltalk mit ihren Tischnachbarn, versucht dabei aber, das Gespräch an unserem Tisch zu belauschen. Außerdem studiert sie uns, und anscheinend vor allem mich, und versucht, unter meiner Kapuze etwas zu erkennen.)

Wir haben keine Antworten auf unsere offenen Fragen, aber eine neue Frage:

Irgendwann haben wir uns müde diskutiert und gehen schlafen, nachdem wir uns zum Frühstück verabredet haben.

(Katharina beobachtet, wie ich nach oben gehe, während die Anderen das Haus verlassen und offensichtlich woanders schlafen.)

3. Lamashan 4711, Sandspitze, Varisia

In der Morgendämmerung werden die Anderen vom Vogt und ein paar Soldaten geweckt, “Kommt schnell, es hat einen weiteren Mord gegeben!” Halbwach stolpern sie hinter dem Vogt her; einzig Adzorn ist wirklich wach und denkt daran, eine Decke mitzunehmen, um ggf. den Toten abdecken zu können. Sehr sentimental! Der Vogt führt die Gruppe in Richtung Hafen und schließlich zum Feenkätzchen.

(Währenddessen ist Katharina sehr früh wieder im Rostigen Drachen. Sie schleicht sich nach oben und versucht, dort ein bestimmtes Zimmer bzw. das Zimmer einer bestimmten Person zu finden. Das scheint ihr aber nicht zu gelingen; sie finder lediglich heraus, daß in ein paar Zimmern die Schläfer bereits aufgestanden und in den Tag gestartet sind, während in den anderen Zimmern die Gäste offenbar noch schlafen. So kehrt sie nach einer Weile unverrichteter Dinge wieder in den Schankraum zurück und setzt sich zum Frühstück.)

Im Feenkätzchen ist alles still, es scheinen keine “Damen” dazusein. Vor der Tür stehen drei Rausschmeißer, tätowierte, muskelbepackte und braungebrannte Shoanti. Eine zierliche junge Menschenfrau begrüßt den Vogt; sie scheint ihn zu kennen (aha!) und zerrt ihn mit den Worten “Hier entlang!” nach hinten in ein Zimmer nahe am Hinterausgang. Auch in diesem Zimmer ist der Ghoul-Fäulnis-Gestank unverkennbar, allerdings vermischt er sich hier mit den Parfums, die im Haus großzügig verwendet werden, zu einer ganz eigenen Note. Die Soldaten des Vogts riegeln das Zimmer ab, während sich meinen Gefährten ein bekanntes Bild zeigt: Auf dem Bett liegt die Leiche eines blonden, kräftigen, rüstigen Mannes um die 40, dessen Kehle zerfetzt wurde, und in dessen Brust der bekannte Stern geritzt wurde. Daneben liegt die wie beiläufig zerfetzte und weggeworfene Leiche einer Frau. Und auf die Stirn des Toten ist wieder ein Brief an Thorik gepinnt.
Die Leiche ist die von Titus Scanetti. Die Scanettis sind eine sehr wichtige Familie in Sandspitze und haben großen Anteil am Aufbau von Sandspitze.
Der Vogt ist sichtlich aufgeregt, “Der Mörder muß schleunigst gefunden werden, sonst nimmt es überhand!”

Der Mörder ist also sauer, weil sein Hund tot ist? Thorik erinnert sich, daß Aldern Fingerhut einen Hund hatte, der von Goblins getötet wurde, während Thorik ihm nicht geholfen hat.

Thorik und Nahimana flüstern kurz miteinander und beschließen, dem Vogt von der Verbindung des Falls zu Aldern Fingerhut zu erzählen. Der Vogt hält Aldern für einen seltsamen Kerl. Er erzählt meinen Gefährten ein wenig über Alderns Lebensgeschichte und den tragischen Tod seiner Eltern, weiß aber sonst auch nicht mehr. Er hat von Aldern nichts mehr gehört, seit dieser kurz nach dem Schwalbenschwanzfest Sandspitze verlassen hat und vermutlich wieder nach Magnimar zurückgekehrt ist.

Er warnt uns noch, auf dem verlassenen Gut der Familie vorsichtig zu sein, falls wir da hinreiten wollen, weil es da angeblich spuken soll.

Währenddessen frühstücke ich alleine im Rostigen Drachen, weil die Anderen nicht auftauchen. Naja. Paßt ja. “Ist ja nur ein Tiefling, was kehren uns unsere Verabredungen mit dem?!” Dabei hatte ich fast angefangen zu glauben, daß sie nicht so sind wie alle anderen. Oder ist ihnen etwas dazwischengekommen? Aber dann hätten sie mich doch benachrichtigen können.
Vielleicht ist es ja ganz harmlos. Dann könnte ich schonmal alleine in die Bücherei vorgehen. Oder sollte ich vielleicht lieber nach ihnen gucken gehen. Dann weiß ich vielleicht, was ich von ihrer Abwesenheit zu halten habe. Ich stehe mal auf und gehe zur Tür, und versuche unterwegs zu entscheiden, was sinnvoller ist.

(Katharina beobachtet mich währenddessen heimlich. Sie überlegt sich auch, daß es jetzt, nachdem ich heruntergekommen bin, ein Zimmer weniger geben müßte, in dem noch geschlafen wird, unternimmt aber erstmal nichts. Sie sieht zu, wie ich gehe und überlegt, was sie weiter tun will…)

Währenddessen wird Titus Scanettis Leiche, in eine Decke gewickelt, unauffällig auf einen Wagen geladen und zur Vogtei abtransportiert. Der Vogt läßt meine Gefährten noch wissen, daß die Leichen der drei ersten Opfer, der drei Trickbetrüger, vorsichtshalber verbrannt wurden, und bittet sie, möglichst schnell etwas beim Fingerhut-Gut herauszufinden. Die Leute, die näher in der Umgebung wohnen, sollten auch mehr über das Spuken wissen.

Damit haben wir auch ein paar Antworten auf unsere Fragen:

  • Was hat Thorik mit der ganzen Sache zu tun?
    Anscheinend macht Aldern Fingerhut Thorik dafür verantwortlich, daß sein geliebter Hund tot ist, und will sich jetzt an Thorik rächen. Scheint mir eine geringfügige Überreaktion zu sein.
  • Wen hat Thorik “vernichtet” und wie? Was ist mit “vernichtet” gemeint?
    Aldern hat anscheinend seinen Hund sehr geliebt und ist an seinem vorzeitigen gewaltsamen Tod zerbrochen. Oder ist noch etwas anderes damit gemeint?
  • Warum bezeichnet der Killer Thorik als “Meister”?
  • Können Menschen in Ghoule verwandelt werden? Falls ja, sollten wir evtl. das Sanatorium warnen. Und Nahimana, Thorik und Lem sollten vorsichtshalber einen Arzt oder Priester aufsuchen.
    Das scheint doch nicht ganz so schnell zu gehen. Vor allem können wohl keine lebenden Wesen einfach so in Ghoule verwandelt werden, sondern das passiert erst, wenn sie am Ghould-Fieber sterben; dann erwachen sie als Ghoule wieder zu untotem Leben.
  • Wo kommen die ganzen Ghoule her? Sind sie allesamt ehemalige Landbevölkerung, die verwandelt wurden? Wie fing es an? Hat ein einzelner Ghoul nach und nach alle infiziert und verwandelt? Oder kam eine große Gruppe Ghoule her? Woher?
  • Wieviele Ghoule gibt es noch in der Gegend? Können wir sie stoppen, indem wir alle töten? Oder müssen wir irgendein Portal schließen? Oder einen Infektionsherd ausräuchern?
  • Was haben die Ghoule mit der Sihedron-Rune zu tun? Warum haben die Hauptopfer immer die Rune in die Brust geritzt?
  • Was für eine Verbindung haben die jetzigen Opfer miteinander? Sind sie zufällig ausgewählt? Das kann ich nicht glauben. Wenn man die Geschichte von Alderns Hund bedenkt, haben alle diese Leute vielleicht Anderen Schaden zugefügt, oder zugelassen, daß Anderen Schaden zugefügt wird, den sie hätten verhindern können?
  • Wo komme ich her? Warum hat ein Glabrezu versucht, nach mir zu greifen? Wo bin ich hier? Können mir die Tieflinge im Sanatorium irgendwie weiterhelfen?
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Vogelscheuchen

2. Lamashan 4711, Sandspitze, Varisia
(Spielrunde vom 24.01.2015)
(Es fehlt: Adzorn)

Am Morgen statten wir der Gezeiteninsel einen Besuch ab, die beim Leuchtturm am Lumpenstrand liegt (der wohl so heißt, weil er von den Menschen der Gegend als Müllhalde genutzt wird). Wir betreten die Insel bei Ebbe; auf dem Hügel finden wir die Reste eines Hauses, das offensichtlich zerstört wurde. Die Trümmer, Steine und verkohlte Holzbalken, wurden genutzt, um die Kellertreppe zu verschütten. Sonst finden wir nichts auf der Insel, und angesichts der steigenden Flut, die droht, unseren Rückweg abzuschneiden, verlassen wir die Insel wieder. Hier gibt es also erstmal keine weiteren Hinweise oder Erkenntnisse. Dennoch lohnt es sich vielleicht, später doch noch die Treppe und den Keller freizulegen.

Anschließend begeben wir uns zum Sanatorium, um (den verrückten Leibwächter der drei toten Betrüger) Crest Sevilla zu besuchen, in der Hoffnung, irgendetwas Brauchbares aus ihm herauszukriegen. Wir betreten das Empfangszimmer, und nachdem wir läuten, werden wir vom sehr kurz angebundenen und unwirschen Eigentümer der Anlage, Erin Heibe mißmutig begrüßt. Er zeigt sich alles andere als kooperativ und versucht, darauf zu bestehen, daß wir seine Patienten in Ruhe lassen. Selbst als Lem das Dokument des Vogts vorzeigt, daß wir in offiziellem Auftrag unterwegs sind, läßt er sich nur sehr widerwillig überreden, daß wir mit Sevilla reden dürfen, und er besteht darauf, daß wir maximal eine halbe Stunde Zeit haben, um den armen Kerl nicht zu sehr zu belasten. Nachdem wir dem zustimmen, läßt er Sevilla von den Pflegern (zwei Tiefling-Brüder; es gibt also noch mehr Wesen wie mich hier – ob es nützlich sein könnte, mich ihnen zu offenbaren?) holen. Sie bringen ihn in einer Zwangsjacke, seine Haut ist fahl und wirkt irgendwie faulig, die Augen sind milchig und trüb; er wirkt sehr krank, als ob er nicht mehr sehr lange überleben wird. Darauf angesprochen reagiert Heibe wieder sehr mürrisch und will nicht über die Abläufe in seiner Anstalt sprechen.
Sevilla ist völlig apathisch, er sitzt nur auf dem Stuhl, stiert vor sich hin und murmelt immer wieder Sachen wie “zu viele Zähne”, “Rasiermesser”, “der Häuter kommt” und reagiert in keinster Weise auf Fragen. Erst als Lem ihm ein Bild der Sihedron-Rune vorlegt und ihn fragt, ob er damit etwas anfangen kann, schreckt er aus seiner Apathie hoch, blickt sich um, bis sein Blick and Thorik hängenbleibt und spricht sehr klar. “Er hat gesagt, daß Du kommen würdest. Eure Hoheit. ‘der, der mich vernichtet hat’, hat er gesagt. Die Leichen, die Du findest, sind ein Zeichen. Das Verhängnis wird Dein Thron sein.” (Da war noch viel mehr drin; Achim, kannst Du das mal hier reinschreiben?) Danach versinkt er wieder in Apathie und Murmeln. Lem kommt der Ausspruch mit dem Verhängis irgendwie bekannt vor, er kann den Finger aber nicht darauflegen.
Plötzlich ruckt er hoch, zerreißt die Zwangsjacke, die Pfleger sind völlig überrascht, und er greigt Thorik mit dem Ausruf “Ich werde Dich töten! Er liebt Dich mehr als mich! Niemals wird der Meister Dich auf den Thron setzen!” an. Heibe und die Pfleger fliehen. Nach einem kurzen Kampf können wir ihn verletzen und überwältigen; er hat fast keinen Puls mehr, lebt aber noch. Heibe und die Pfleger kommen bewaffnet zurück. Heibe entschuldigt sich für den Zwischenfall und bittet eindringlich darum, daß wir das für uns behalten. Er hat sich uns gegenüber zwar nicht gerade freundlich benommen, aber wer weiß, wann es es gut sein kann, daß er uns einen Gefallen schuldet; wir sollten also seinen Wunsch zunächst respektieren und niemandem hiervon erzählen.
Aber Blut und Asche, was beim linken Ei eines räudigen Glabrezu hat Thorik mit der Geschichte zu tun? Wen hat er vernichtet? Was bedeutet das alles? Woher hat Sevilla Thorik erkannt?
Keine Hinweise, nur neue Fragen.

Auf dem Rückweg in die Stadt machen wir noch kurz bei der Scheune Halt, in der die Betrüger umgebracht wurden. Auch hier gibt es Kampfspuren, Blut und aufgewühlten Dreck, und auch hier finden sich ein paar Abdrücke von bloßen Füßen. Allerdings ist der Mord hier ja schon ein paar Tage her, und die Soldaten des Vogts haben viel zertrampelt. Hier finden wir keine weiteren Hinweise.

Wir kehren ni die Stadt zurück und geben dem Vogt einen kurzen Zwischenbericht, wobei wir nichts von Sevillas Angriff erzählen. Wegen des Briefs vom ersten Tatort fragen wir, ob er etwas von zum Verkauf stehenden Grundstücken weiß. Er verneint das, glaubt aber, daß Bürgermeisterin Kendra etwas wissen könnte. Nach Crests Ausspruch “Das Verhängnis wird Dein Thron sein” gefragt (wiederum ohne Quellenangabe), weiß er ebenfalls nicht, rät uns aber zu einem Besuch im Lesenden Goblin.

Nachdem wir den Vogt wieder verlassen haben, wollen wir uns aufteilen; Nahimana und Thorik wollen zu Bürgermeisterin Kendra gehen, Lem und Cassarick in die Bibliothek. Als wir gerade aufbrechen wollen, werden wir von einem Soldaten zurück zum Vogt gerufen. Bei ihm ist ein alter Bauer, der völlig aufgelöst ist, vor Anstrengung japst, und sich offensichtlich mit Schnaps zu beruhigen versucht. “Meister Brummbär” stammelt von “wandelnden Vogelscheuchen”, die die Felder im Süden der Stadt schon sein einigen Tagen heimsuchen. Die Bauern haben sich zunächst nicht gemeldet, weil sie sich offensichtlich für einigermaßen unabhängig halten und das Problem erstmal selbst lösen wollten. Anfangs haben sie das Problem auch gar nicht so wahrgenommen, dachten, die “Vogelscheuchen” seien irgendwelche Herumtreiber, doch dann begannen sie, seltsame Geräusche und Schreie zu hören, und Schemen zu sehen, die in die Moore huschen. Und nachdem inzwischen einige Höfe völlig leer und ohne Leben sind, wollten sie das Problem endlich beseitigen. Sie glauben, daß es vom Hambley-Hof ausgeht, also ist eine Gruppe bewaffneter Bauern dorthin gezogen. Unterwegs wurden sie von Vogelscheuchen angegriffen, die laut Meister Brummbär wie tot aussahen und völlig ausgehungert wirkten (“Sogar die Hunde haben sie gegessen!”). Brummbär ist geflohen und in die Stadt gerannt, die anderen sieben Bauern sind wohl tot; zumindest hat Brummbär seit dem Angriff keinen von ihnen mehr gesehen.

Auf Bitten des Vogts machen wir uns mit vier Soldaten auf den Weg, um uns auf dem Hambley-Bauernhof mal umzusehen. Auf dem Weg dorthin fällt auf, daß die Menschen immer stiller und weniger freundlich gegenüber Fremden sind, je weiter wir uns von der Stadt entfernen, und immer mehr Bauern haben Waffen griffbereit. Die letzten zwei Höfe, bevor wir zum Hambley-Bauernhof gelangen, wirken völlig verlassen. Die Felder des Hambley-Bauernhof letztlich “hinken” bei der Ernte ziemlich hinterher; während andernorts die Felder abgeerntet werden, sind sie hier noch voller Pflanzen. An einer Kreuzung passieren wir eine Vogelscheuche. An der nächsten Kreuzung steht wieder eine Vogelscheuche, und als wir uns nähern, erwacht sie zum Leben und greift uns an. Sie verströmt einen fauligen Geruch, der derselbe zu sein scheint wie der in der Sägemühle. Heißt das, diese Wesen begehen in irgendjemandes Auftrag Auftragsmorde? Der Kampf dauert nicht lange, das Wesen ist schnell vernichtet, aber es hat mit einem eigentlich recht harmlosen Treffer Nahimana für einige Zeit gelähmt. Offensichtlich muß man sich vor ihnen in acht nehmen. Außerdem sieht der Ghoul unter seiner Vogelscheuchen-Verkleidung aus wie eine wesentlich schlimmere Version von Crest Sevilla; es hat ebenfalls die fahle und faulig wirkende Haut, und ich kann die Vorstellung nicht ganz abschütteln, daß Sevilla in ein paar Tagen ebenso aussehen könnte. Vielleicht sollten wir das Sanatorium warnen?
Als wir unseren Weg fortsetzen, werden wir von drei weiteren der Wesen angegriffen, die wir jedoch wieder sehr schnell vernichten können.
Auf dem Hambley-Bauernhof angekommen, sehen wir, daß die Scheune auf und um einen großen behauenen Steinkopf erbaut ist. In der Scheune finden wir die Überreste vieler Tiere und einiger Menschen, dazwischen die Spuren nackter Füße, und darüber den starken Gestank von Tod, Verwesung und Fäulnis. Davon abgesehen ist die Scheune leer; Ghoule finden wir keine.
Vor dem Betreten des Wohnhauses späht Nahimana durchs Schlüsselloch und erkennt, daß zwei Ghoule drinnen auf uns warten. Wir beschließen, einfach hineinzustürmen und sie schnell zu vernichten. Dummerweise konnte Nahimana nicht den ganzen Raum überblicken, so daß sie einen weiteren Ghoul und ein anderes Wesen, das Thorik später als Gruftschrecken identifiziert, übersehen hat. Einer der Ghoule sieht aus wie ein Kind, ein anderer wie eine Frau. Ob die früher mal Bewohner dieses Hauses waren? Können Menschen in Ghoule verwandelt werden? Thorik stürmt hinein und fokussiert seine göttlichen Energien, um den Untoten Schaden zuzufügen. Daraufhin greifen mehrere sofort ihn an, und nachdem er ein paar Treffer erleidet, wird auch er gelähmt. Lem und Nahimana können den Gruftschrecken schnell töten, danach vernichten wir auch die beiden anderen Ghoule. Währenddessen kommen zwei weitere Ghoule aus dem Obergeschoß herunter, die wir auch recht schnell töten, allerdings nicht bevor sie auch Lem noch verletzen und lähmen können.
Die Lähmung geht zwar wieder vorbei, aber wenn ich die äußerlichen Ähnlichkeiten zwischen Sevilla und den Ghoulen bedenke, sollten die drei vielleicht einen Arzt oder besser einen Priester aufsuchen, wenn wir wieder in der Stadt sind.

Am Herd finden wir eine Leiche, die nicht von den Ghoulen zerstückelt wurde. In die Brust dieser Leiche wurde wieder die Sihedron-Rune geritzt, und an der Kleidung findet sich wieder ein Brief an Thorik. Einer der Soldaten kann diesen Leichnam als Hambley indentifizieren.
Eine kurze Durchsuchung des Hauses zeigt, daß im Obergeschoß auch viele Leichenreste herumliegen; außerdem finden wir eine versteckte Truhe, die sich durch einen rostigen Schlüssel, den wir bei der Leiche finden, öffnen läßt. Das scheinen die gesammelten Ersparnisse der Familie zu sein; auf den ersten Blick sieht es nach mehreren hundert Goldmünzen aus, d.h. jeder Anteil wird ziemlich groß sein. Ich habe noch nie soviel Gold besessen! Oder doch? Naja, zumindest habe ich das Gefühl, daß mich das reich macht. Wenn ich mich doch nur erinnern könnte! Vielleicht sollte ich mal versuchen, mit den beiden Pflegern vom Sanatorium zu sprechen; vielleicht können mir Leute mit ähnlicher Herkunft helfen, wo diese Menschen das bisher nicht konnten.

Der Gruftschrecken hat einen einsernen verzierten Schlüssel dabei, auf dem ein heraldisches Symbol zu sehen ist: eine von Dornen umgebene Blume. Lem erkennt das Symbol und kann sich erinnern, daß er es auf dem Sattel eines Sandspitzer Adligen namens Aldern Fingerhut gesehen hat. Das ist offensichtlich ein junger Mann, der eine Zeitlang die Nähe der “Helden von Sandspitze” gesucht hat, als sie den Kampf gegen die Goblins aufnahmen. Aber was hat er oder zumindest seine Familie hiermit zu tun?

Da der Nachmittag sich dem Ende zuneigt und die Dämmerung beginnt, und weil Lem im Dunkeln nichts sehen kann, beschließen wir, über Nacht in die Stadt zurückzukehren und morgen wiederzukommen. Auf dem Rückweg sehen wir ein Stück weit den Weg hinunter in die andere Richtung noch eine Vogelscheuche. Lem schießt einen Armbrustbolzen in sie hinein, aber es scheint tatsächlich eine normale Vogelscheuche zu sein.

Offene Fragen:

  • Was hat Thorik mit der ganzen Sache zu tun?
  • Wen hat Thorik “vernichtet” und wie? Was ist mit “vernichtet” gemeint?
  • Warum bezeichnet der Killer Thorik als “Meister”?
  • Können Menschen in Ghoule verwandelt werden? Falls ja, sollten wir evtl. das Sanatorium warnen. Und Nahimana, Thorik und Lem sollten vorsichtshalber einen Arzt oder Priester aufsuchen.
  • Wo kommen die ganzen Ghoule her? Sind sie allesamt ehemalige Landbevölkerung, die verwandelt wurden? Wie fing es an? Hat ein einzelner Ghoul nach und nach alle infiziert und verwandelt? Oder kam eine große Gruppe Ghoule her? Woher?
  • Wieviele Ghoule gibt es noch in der Gegend? Können wir sie stoppen, indem wir alle töten? Oder müssen wir irgendein Portal schließen? Oder einen Infektionsherd ausräuchern?
  • Wo komme ich her? Warum hat ein Glabrezu versucht, nach mir zu greifen? Wo bin ich hier? Können mir die Tieflinge im Sanatorium irgendwie weiterhelfen?
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Ein Serienmörder treibt sein Unwesen

30. Rova 4711, Sandspitze, Varisia
(Spielrunde vom 20.12.2014)

Nachdem wir gestern von der Ausradierung der Goblins zurückgekommen sind, war heute ein Tag, an dem nicht viel passiert ist. Nahimana, Lem und Cassarick gehen mit der Cassaricks “Dämonenklaue” zur “Gefiederten Schlange”, einem Laden für magische Dinge, in der Hoffnung, daß der Eigentümer Vorvaschali Vuun uns irgendetwas darüber verraten kann, daß er vielleicht irgendeinen Hinweis auf Cassaricks Vergangenheit liefern kann. Er ist ganz aufgeregt, als er die Klaue sieht, u.a. weil sie, obwohl sie vor mehreren Tagen vom Körper abgetrennt wurde, kein bißchen verwest ist. Außerdem wirkt er ein wenig beunruhigt, daß wir sowas in der Nähe von Sandspitze finden. Aber er willigt ein, zu versuchen, etwas herauszufinden; wir müssen nur die Klaue dalassen.

Nahimana hat die Idee, daß wir versuchen sollten, ein paar brauchbare Zeichnungen von der Klaue anzufertigen; dann müßten wir nicht immer das Original vorzeigen. Warum ist vorher keiner auf diese Idee gekommen? Nahimana schlägt außerdem vor, daß wir eine solche Zeichnung zu einer befreundeten Professorin schicken könnten, und daß wir nach Magnimar fahren könnten, um dort (in der Bibliothek? in der Universität? bei Gelehrten?) nach weiteren Hinweisen suchen könnten. Eine kurze Nachfrage am Hafen ergibt, daß wahrscheinlich morgen ein Schiff kommen müßte, das bald nach Magnimar weiterfahren wird, und das wohl auch Passagiere mitnehmen würde.

1. Lamashan 4711, Sandspitze, Varisia

In der Nacht wachen wir auf, weil auf den Straßen größere Aufregung herrscht. Anscheinend brennt es irgendwo in der Stadt, und vom “Rostigen Drachen” aus kann man auch Feuerschein sehen, der aus Richtung der “Gefiederten Schlange” kommt. Cassarick eilt sofort hin; Thorik, Lem und Nahimana kommen auch, brauchen aber etwas länger, weil sie weiter weg wohnen. Der Verdacht bestätigt sich, der Dachstuhl der “Gefiederten Schlange” steht in Flammen. Eine Eimerlöschkette ist bereits eingerichtet; die Einheimischen haben verständlicherweise Angst, daß das Feuer auf benachbarte Häuser übergreifen kann. Cassarick sorgt sich um die Klaue und eilt durch die offene Tür und an der Löschkette vorbei in den ersten Stock. Eine Tür steht, von den Helfern, die auf dem Dachboden löschen wollen, unbeachtet einen Spalt breit offen, und dahinter ist schwacher Flammenschein zu sehen. Cassarick stößt die Tür auf; es ist ein Studierzimmer. In einem hohen Sessel sitzt eine reglose Gestalt, wohl der Eigentümer. Auf dem Schreibtisch hocken zwei kleine geflügelte Viecher, Quasite, die versuchen, die Klaue aufzunehmen und damit zu entkommen. Nahimana, die Cassarick ins Haus und nach oben gefolgt ist, kommt auch ins Zimmer, überblickt die Lage, und eilt ans offene Fenster und schließt es. Thorik und Lem helfen unterdessen draußen bei den Löscharbeiten, indem sie mit ihrer Magie Unmengen von Wasser direkt über dem Feuer beschwören. Drinnen liefern sich Cassarick und Nahimana einen kurzen Kampf mit den Quasiten. Dabei werden die Löschhelfer auf das Geschehen aufmerksam und fliehen unter “Dämonen! Dämonen!”-Schreien aus dem Gebäude. Lem bemerkt die Aufregung der Helfer und eilt jetzt auch ins Haus. Er kommt gerade rechtzeitig, um zu hören, wie Cassarick auf Gemeinsprache und abyssisch “Was soll das, was wollt Ihr mit dem Arm, wo kommt Ihr her?” fragt und der sichtlich überraschte Quasit auf abyssisch antwortete “Das ist unser Arm!” (was außer Cassarick niemand versteht). Der Kampf mit den Quasiten ist danach schnell vorbei und die Viecher getötet.

Der Eigentümer ist nur ohnmächtig, und nachdem wir ihn aufwecken und ein wenig heilen, ist er als erstes um sein Hab und Gut besorgt, daß vom Feuer und von Lems und Thoriks Wasser bedroht ist. Lem und Thorik müssen ihn fast mit Gewalt nach draußen bringen, weil sie Angst haben, daß das Haus evtl. instabil sein könnte. Draußen ist er ziemlich aufgebracht, worin wir ihn denn da verwickelt hätten? Wir sollen gefälligst die Klaue mitnehmen und nicht wiederkommen. Er besteht außerdem darauf, daß er keine Beschwörungen gemacht hat, und keine Erklärung hat, wo die Quasite hergekommen sein können. Und er verrät uns noch, was er bisher herausgefunden hat, wohl damit wir nicht wiederkommen. Die Klaue gehört wahrscheinlich zu einem Glabrezu. Danach kehren wir nach Hause zurück, um noch ein wenig zu schlafen; Cassarick nimmt die Klaue mit.

Am Morgen sucht Lem Cassarick beim Frühstück im “Rostigen Drachen” auf, und begrüßt ihn auf infernalisch, und Cassarick antwortet ohne nachzudenken ebenso, was Lem innerlich etwas besorgt werden läßt.

Dann besuchen wir nochmal kurz die “Gefiederte Schlange” in der Hoffnung, vielleicht Hinweise zu finden, wo die Quasite ins Haus kamen, und ob sie mit dem Feuer zu tun haben. Immerhin scheint es ein wenig unlogisch, daß sie das Haus anzünden und damit riskieren, die Klaue, die sie holen wollten, zu zerstören, bevor sie sie haben. Der Besuch ist aber nicht sehr ergiebig, und der Eigentümer ist froh, uns wieder los zu sein.

Anschließend gehen Lem und Cassarick in den “Neugierigen Goblin”, die örtliche Bibliothek, um zu versuchen, etwas über Glabrezu herauszufinden. Lem kennt den Eigentümer, Chask Haladan, und der bedauert, daß er nur wenig über Dämonologie hat, gibt uns aber zwei Bücher, die wenigstens ein paar Informationen haben. Danach sind Glabrezu höhere Dämonen aus dem Abyss. Die sind riesig, bis 5,5m groß, tausende Pfund schwer, sehr intelligent und sehr hinterhältig. Beschwört man einen, müsse man sich vor der Erfüllung seiner Wünsche sehr in acht nehmen, weil der Glabrezu alles tun wird, um die Erfüllung ins Gegenteil zu verkehren. Was zum Teufel habe ich (Cassarick) mit so einem Dämon zu tun?

Danach werden wir zum Vogt bestellt, der uns bittet, einen Serienmörder zu finden. Details folgen…

Update:
In einem Sägewerk in der Stadt, das den Scanettis gehört, sind zwei Leichen gefunden worden, die von Bani Horcher, einem der Verwalter und seiner Geliebten, Katrin Vinder. Außerdem wurden bereits vor ein paar Tagen in einer Scheune südlich von Sandspitze drei Leichen gefunden; dort von drei Trickbetrügern; der Leibwächter, ein Mann namens Crest Sevilla, hat überlebt, scheint aber wahnsinnig geworden zu sein und ist jetzt in einem Sanatorium.
Das Beunruhigende dabei ist, daß an beiden Tatorten ein Zettel gefunden wurde, die vom Täter zu stammen scheinen, und einer dieser Zettel ist an Thorik gerichtet. Der Zettel bei den Betrügern scheint enie Notiz zu sein, die die drei in die Scheune zu einem Treffen bestellt hat, von dem sie sich einen großen Coup erhofften. Der Zettel im Sägewerk ist an Thorik gerichtet und lautet:
“Du befiehlst, ich gehorche, Meister! Deine Hoheit”
“Deine Hoheit” ist auch die Unterschrift unter dem ersten Zettel. Allen Opfern ist gemein, daß ihnen ein siebenzackiger Stern in die Brust geritzt wurde.

Der Vogt erklärt, daß diese Morde an einen Serienmörder erinnern, der vor fünf Jahren sein Unwesen in Sandspitze trieb, den sog. “Hackebeilmörder”. Ein Mann namens Jervis Stoot habe 25 Morder verübt. Sein Versteck sei auf der alten Gezeiteninsel nördlich des Leuchtturms gewesen. In einem großen Endkampt sei der letzte Vogt, der Vorgänger des jetzigen, von Stoot getötet worden, habe diesen aber noch schwer verletzen können. Stoot sei dann geflohen und kurz danach in seinem Versteck tot vor einem scheußlichen Dämonenalter gefunden worden, wo er sich selbst Augen und Zunge als letztes Opfer herausgerissen habe.

Wir sehen uns das Sägewerk an, wo es offensichtlich einen größeren Kampf gegeben hat. Katrins Leiche liegt im Holzspalter, wo sie von den großen, vom Wasserrad angetriebenen rotierenden Klingen zerfetzt wurde. Die männliche Leiche liegt völlig verstümmelt auf dem Boden; in ihre Brust wurde ein siebenzackiger Stern geritzt, der dem Sihedron-Amulett ähnelt. Der Stern scheint dabei von Krallen eingeritzt zu sein; die Verstümmelungen scheinen aber von Klingen zu stammen.
Es gibt vier Fußspuren in der Sägemühle, drei von Schuhen, eine barfuß (oder waren es insgesamt nur drei? Meine Notizen sind hier etwas verworren). Von der Barfußspur geht ein unangenehmer Verwesungsgeruch aus.
Neben Katrins Leiche liegt eine blutige Axt; die Fingerabdrücke am Griff stammen von einer kleinen Hand und können wohl Katrins sein. Hat sie versucht, den Angreifer aufzuhalten, während er mit dem Mann beschäftigt war? Die Klinge der Axt ist mit irgendeinem Zeug bedeckt, daß extrem nach Verwesung riecht, stärker als normale Verwesung. Wahrscheinlich hat die Klinge vor kurzem Kontakt mit dem Fleisch eines untoten Wesens gehabt.
Die Barfußspuren führen vom Fluß in die Mühle und dann wieder hinaus. Am gegenüberliegenden Ufer finden wir Spuren, die vom Fluß zu einem Punkt führen, von dem aus man die Mühle sehr gut beobachten kann, und wieder zurück.

Ibor Dorn, der zweite Verwarlter der Mühle, und Ven Vinder, Katrins Vater, befinden sich im Moment im Gewahrsam des Vogts.

Ven ist hin- und hergerissen zwischen Trauer um seine Tochter und Wut auf Horcher.

Dorn ist entsetzt über das Verbrechen. Er berichtet, daß Horcher und Katrin sich öfter nach Betriebsschluß in der Mühle getroffen haben. Er berichtet auch, daß Horcher Geld veruntreut hat.

Anschließend gehen wir noch einmal in die Bibliothek. Dort treffen wir auf einen alten Gelehrten, der uns noch einiges über die Sihedron-Rune sagen kann.

  • sie ist ein wichtiges thassilonisches Symbol
  • sie symbolisiert die sieben Tugenden der Herrscher
  • jede angrenzende kleine Rune ist das Symbol einer der sieben in Thassilonien anerkannten Magieschulen
  • die “führenden Köpfe” waren eher alles andere als tugendhaft
  • durch Korruption der Herrscher haben sich die sieben klassischen Todsünden entwickelt

Bzgl der Morde ist evtl. interessant, daß heutzutage nicht mehr viele Leute etwas die Symbole wissen; das könnte bedeuten, daß ein Gelehrter o.ä. involviert ist.

Fragen, die sich ergeben, bzw. die zu verfolgen sie evtl. lohnt:

  • Wer waren die 25 alten Opfer? Welche Verbindungen gab es zwischen ihnen? (Heute bietet sich erstmal “Gier” als Verbindung zwischen den Opfern “Trickbetrüger in Scheune” und “Geld veruntreuender Verwalter” an…)
  • Kannten die Bosse von Horcher die drei toten Betrüger? (zum Thema Verbindungen zwischen den Opfern)
  • Könnten die sieben Tugenden/Todsünden eine Rolle spielen? (siehe Gier)
  • Was hat der Leibwächter im Sanatorium gesehen?
  • Was ist auf der Insel?
  • Ist Jervis Stoot wirklich tot?
  • Hat er sich wirklich selber umgebracht bzw. selber Augen und Zunge herausgerissen? Waren Augen und Zunge noch da, als er gefunden wurde? Oder war er nur jemand, der auf Geheiß anderer gehandelt hat, und wurde dann von diesen zum Schweigen gebracht?
  • Ist “Deine/Eure Hoheit” in einschlägigen Kreisen bekannt? Evtl. Schleimaal besuchen. (wer oder was ist das?)
  • “nach Spuren von Untoten suchen/Friedhof” (Christians Notizen)
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In der Höhle des Dämonen-Günstlings

29. Rova 4711, Sandspitze, Varisia

  • Die Dämonen eines Aasimars
  • Balade “Shadows on the ground” von Gunfalas Silbereisen…ähh…Silberschein * hüstel *
  • Es war Weibsvolk unter dem Grottenschrat anwesend
  • König Brockenreißers letzte Amtshandlung “Der König ist tod … es lebe der nächste König…”

Beute:
Bruthazmus
4 Pfeile mit grünen Federn (1x Lem, 1x Adzorn verwundet)
20 Pfeile mit schwarzen federn
Phiole mit silbrig-weißer Flüssigkeit
Komposit-Langbogen

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Den Goblins gehts an den Kragen

28. Rova 4711, Sandspitze, Varisia

  • Eine Ode an die Helden von Sandspitze – Das neue Epos von Gunfalas Silberschein – jetzt Karten vorbestellen
  • Dornenhecken und ein Druiden
  • Sturm auf die Distelkorne
  • Gefahren und Rätsel in der Tiefe

Beute:
Truhe
Kettenhemd
Krumsäbel [Meisterarbeit]
Handschellen [Meisterarbeit]
Goldenes Symbol der Sarenraes (Thorik)
Halskette mit Jadestein
Mehrere Säckchen mit Münzen (erste Schätzung > 200 GM Gesamtwert)

Lyrie Akenja
Ewige Fackel
Stab: Magisches Geschoss (36 Ladungen) (Nahimana)
Resistenzumhang +1
Zauberbuch (Lem)

Nualia
Bastardschwert +1
Brustplatte +1 (weiblich)
Symbol der Lamaschtu (Thorik)
Kompositbogen (lang) [Meisterarbeit] + 20 Pfeile
Sihedron-Amulett

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Grauen in der Tiefe

26. Rova 4711, Sandspitze, Varisia

  • Bezug des “neuen” Eigenheims in der Sandgasse
  • Auf den Spuren der Schmuggler
  • Grauenvolle Sünden in den Tiefen
  • Ein Quasit und Blutstropfen im Lavawasser-Brunnen

27. Rova 4711, Sandspitze, Varisia

  • Patrouille für Sandspitze
  • Merkwürdige Spuren im Gras
  • Goblinplage will nicht enden
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Ein Scherbenhaufen voller Goblins

24. Rova 4712, Sandspitze, Varisia

  • Liebesdrama in 2 Akten
  • Schlechte Kunde aus dem Mooswald

25. Rova 4712, Sandspitze, Varisia

  • Ameiko scheint verschwunden

Am frühen Morgen des 25. Rova wurde Thorik bei seinen morgendlichen Gebeten von Bethana Korvin gestört.
Sie erzählte ihm von dem ungewohnt langen fortbleiben Ameikos, und von einem Brief ihres
Bruders Tsuto. Bethana bat Thorik mit den anderen nach ihr zu sehen.

Tsutos Brief an Ameiko

Im Brief war die rede von einem Treffen Ameikos und Tsutos bei einer Glashütte.
Die Gruppe machte sich unverzüglich auf den Weg zur besagten Hütte.

Dort angekommen mussten Sie aber feststellen, dass sowohl der Verkaufsraum als auch der Nebeneingang verschlossen war.

Man beschloss sich selbst " Zutritt zu gewähren", indem Lem seine ausgesprochen vielfältigen Fähigkeiten einsetzte um die Tür aufzuschließen.
Die anderen waren währenddessen damit beschäftigt die Passanten zu überzeugen, das die Gruppe keine Einbrecher sind.

  • Glashütte voller Goblins

In der Glashütte selbst spielten sich schreckliche Dinge ab.
Eine Gruppe Goblins waren damit beschäftigt Körperteile der toten Mitarbeiter in den Öfen zu verbrennen und kreischend und lachend Glasstücke auf den Boden als auch gegen die Wände zu schmeißen.

In der Mitte des Raumes befand sich auf einem Stuhl Lonjiku, der Vater von Ameiko und Tsuto, welcher von den Goblins mit flüssigem Glas übergossen wurde.

Nach einem harten Kampf durchsuchten die Helden die Etage, ohne Anzeichnen auf Ameikos verbleib.

  • Ameikos Befreiung
    Noch voller Adrenalin vom Kampf gegen die Goblins, ging man kampfbereit, mit Adzorn an der Spitze, in den Keller. Dort entdeckte man einen Tunnel, der wohl von den Goblins benutzt wurde um in die Stadt zu gelangen.
    In einem der unverschlossenen Räumen, entdeckte man einen betrunkenen Tsuto. Dieser ließ nicht mit sich reden und griff die Gruppe an.
    Trotz Alkohol erwies er sich als geschickter Kämpfer und nur mit gemeinsamen Kräften gelang es ihn ruhig zu stellen. Bevor er aber bewusstlos wurde schrie er noch ein : " Ihr werdet Ameiko niemals finden!"

Zum Glück aber befand Sie sich im Raum gegenüber. Es hatte den Anschein das sie gefoltert wurde. Der Zwerg machte sich gleich daran die gröbsten Wunden zu heilen.

Lem packte die Sachen von Tsuto zusammen um sie später genauer zu untersuchen, darunter befand sich auch Tsutos Tagebuch.

Bevor alle nach oben gingen, verbarrikadierte Adzorn noch eine Tür, um einen weiteren Angriff von dort zumindest kurzzeitig zu erschweren.

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Feuerwerk beim Schwalbenschwanzfest und eine Leiche auf Abwegen

22. Rova 4712, Sandspitze, Varisia

  • Das Schwalbenschwanzfest beginnt
  • Kulinarische Genüsse und ein knappes Finale beim Tauziehen
  • Goblins als Spielverderber

23. Rova 4712, Sandspitze, Varisia

  • Wildschweinjagd im Zeckenholzwald und ein nerviger Gastgeber
  • Ein Monster im Wandschrank
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Eine Ruine voller Schrecken
19. Rova 4712, Sandspitze, Varisia

Das Heilmittel fast fertig, fehlt nur noch eine Zutat.

Auf der Suche nach der letzten Zutat, befand sich die Gruppe auf dem Weg zu einem alten Zwergenkloster. Diese soll schon seit einer geraumen Zeit verlassen sein, der Grund ist aber Unbekannt. Bereits von weitem kann man die beeindruckende Langlebigkeit von Zwergen bauten feststellen.

Vor dem Eingang standen Statuen, welche durch Wind und Wetter mitgenommen waren.
Bei genauerem hinsehen erkannte man Beschädigungen, besonders im Gesicht, die durch Werkzeuge entstanden sind.

Beim betreten des Innenhofs sah man einen Brunnen, rechts oben ein eingestürztes Mauer-stück und rechts unten eine Tür zu einem Turm.
Am Brunnen fand man einen skelettierten Zwergen. Das Wasser darin roch nicht sehr appetitlich und niemand wollte es darauf anlegen lassen es zu probieren.

Adzorn und Lem versperrten die Tür zum Turm da sie es nicht riskieren wollten, dass irgendjemand sich von hinten anschleicht während die Gruppe das Hauptgebäude durchsuchen.

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